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Schulsozialarbeit

Pressemitteilungen, Allgemeine News
Im Schulgarten zeigt Schulsozialarbeiterin Petra Grimm den Kindern nicht nur Gemüseanbau, sie vermittelt auch soziale Kompetenzen.

Schulsozialarbeit: Ein echter Mehrwert für Kinder und Jugendliche

Rendsburg/Bordesholm. Knapp 350 Kinder füllen die Sporthalle der Lindenschule Bordesholm, setzen sich nach Klassen sortiert hin und feiern gemeinsam den Monatsbeginn Oktober. Halloween ist im Oktober, fällt einem Jungen ein. Der Herbst beginnt, sagt eine Schülerin. Die Herbstferien stehen vor der Tür. Aber auch Erntedank fällt vielen ein. Der steht grad im Mittelpunkt, denn die Lindenschule hat einen Schulgarten und dessen Ernte wird heute zum Teil geschnippelt, gekocht und gegessen.

Petra Grimm ist die Schulsozialarbeiterin an der Lindenschule und hat das Projekt Schulgarten vor einigen Jahren gestartet: „Da gab es ein paar Jungs, die wollten nicht zur Schule kommen. Die habe ich morgens eingesammelt und mit hierhergebracht. Aber ich habe mich gefragt: Was kann ich mit denen denn als Projekt machen?“ Sie stieß auf die GemüseAckerdemie, ein Bildungsprogramm für Schulen. Hinter der Turnhalle gab es noch einen schmalen Streifen Grün – es fügte sich zusammen.

Mittlerweile sind jedes Schuljahr ein bis zwei Klassen zwei Schulstunden in der Woche im Schulgarten. Sie jäten Unkraut, bereiten den Boden vor, setzen Pflanzen ein, gießen und mähen den Rasen. Hier entdecken sie, warum die Eberraute auch Cola-Kraut genannt wird. Sie erfahren, warum das Herbstlaub in die Erde kommt und wer den Boden zu Humus macht. Was es alles braucht, damit Kürbisse und Erdbeeren wachsen oder warum die Kartoffeln so oft erdig sind.

Kurz: Hier wird Wissen erlebbar. „Schulsozialarbeit bietet neben der Unterstützung einzelner Kinder bei besonderen Herausforderungen Räume und Möglichkeiten, bei denen aus dem Lernort Schule ein Lebensort wird“, erklärt Pamela Welz, Kreiskoordinatorin Schulsozialarbeit für den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Der Schulgarten ist für sie ein sehr gutes Beispiel genau dafür: „Hier wird auch immer wieder mit einzelnen Schülerinnen oder Schülern Zeit verbracht, die aus je eigenen Gründen grad besonders unterstützt werden müssen.“

Der Schulgarten ist eins von vielen Beispielen erfolgreicher Schulsozialarbeit an den Schulen im Kreis, in denen aktuell rund 70 Menschen dieses Angebot machen. Anstellungsträger sind die jeweiligen Schulträger, auf Ebene des Kreises werden die Fachpersonen vernetzt, Weiterbildungsangebote geschaffen und fachlicher Austausch über die Herausforderungen, die oft ähnlich sind, ermöglicht. An anderen Schulen gibt es regelmäßige Selbstbehauptungstrainings, Präventivangebote oder Demokratieprojekte.

Die Ernte des Schulgartens wurde in diesem Jahr von den vierten Klassen geschält, kleingeschnitten und zu einer Suppe gekocht, die anschließend von den Schülerinnen und Schülern gegessen wurde. Dazu gab es Brötchen mit selbst gemachter Kräuterbutter – mit Kräutern aus der Kräuterspirale.

Verantwortlich für Pressetext und -bild:

Susanne van den Bergh, Pressesprecherin | Kreis Rendsburg-Eckernförde | Kaiserstraße 8, 24768 Rendsburg |
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