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Kinder- und Jugendbeteiligung

Kinder- und Jugendbeteiligung ist ein entscheidendes Zukunftsthema für unsere Demokratie und die Weiterentwicklung des Gemeinwesens. Insbesondere die kommunale Ebene stellt ein wichtiges Handlungsfeld dar, in dem Kinder und Jugendliche ihre Lebenswelt mitgestalten und demokratische Handlungsweisen erlernen können.

Das Recht auf Beteiligung an den für Kinder- und Jugendliche relevanten Planungen und Vorhaben und die Möglichkeit der Partizipation an den verschiedensten Bereichen ihrer Lebenswelt ist gesetzlich breit verankert. Nicht zuletzt verpflichtet die Gemeindeordnung in Schleswig-Holstein Kommunen in §47f GO, geeignete Verfahren der Kinder- und Jugendbeteiligung bei kommunalen Planungen und Vorhaben zu entwickeln und anzuwenden.

Neben den gesetzlichen Regelungen werden Umsetzungsstrategien und Qualitätsstandards auf Bundes- wie Länderebene festgehalten (z.B. Mitwirkung mit Wirkung – Qualitätsstandards für Kinder- und Jugendbeteiligung/BMFSFJ

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/mitwirkung-mit-wirkung-qualitaetsstandards-fuer-kinder-und-jugendbeteiligung-204012

oder 

Landesstrategie Kinder- und Jugendbeteiligung Schleswig-Holstein

schleswig-holstein.de - Kinder- und Jugendhilfe - Kinder- und Jugendbeteiligung

Dabei kann Kinder- und Jugendbeteiligung unterschiedlichste Formen annehmen, von formell bis informell, von kurz- bis langfristig. Außerdem können sich Kinder und Jugendliche in den verschiedensten Themenfeldern beteiligen. Wichtig ist dabei:

Beteiligung kann nur gelingen, wenn sich alle relevanten Akteure darauf einlassen. Das heißt, dass sowohl Kinder, Jugendliche und Eltern wie auch Entscheidungsträger/-trägerinnen und Fachkräfte für die Prozesse sensibilisiert sind und die Umsetzung stets von den darin handelnden Menschen aus gedacht wird.

Beteiligung soll für alle Kinder und Jugendlichen möglich sein. Hierbei ist besonderes Augenmerk auf bisher benachteiligte Zielgruppen in den Beteiligungsprozessen zu legen, um gesellschaftliche Inklusion zu fördern.

Beteiligung lässt sich nicht allein mit Konzepten "verordnen" sondern muss gelebt werden und erfordert auf allen Seiten eine Haltung, die Partizipation auf Augenhöhe motiviert und vertrauensvoll zulässt. Beteiligung ist nicht punktuell und hat nicht immer ein sichtbares Ergebnis. Beteiligung muss als Prozess verstanden werden, der durch Höhen und Tiefen geht, insbesondere weil dabei Persönlichkeitsbildungs- und Aneignungsprozesse ablaufen und auch (gescheiterte) Versuche Lernen ermöglicht.

 

 

Insofern soll langfristig auf die Etablierung einer Beteiligungskultur werden.

Beteiligung ist dann sinnvoll, wenn Kinder und Jugendliche dabei Wirkung erfahren und tatsächlich als handelnde und entscheidende Akteure auf Augenhöhe eingebunden werden. Daher sollen Maßnahmen gefördert werden, die eine konkrete Einflussnahme junger Menschen möglich machen und ihnen Handlungs- und Entscheidungsräume öffnen.

Kinder- und Jugendbeteiligung ist ein Querschnittsthema, das sich durch alle gesellschaftlichen und kommunalen Bereiche zieht sowie unterschiedlichste Zielgruppen vereint. Daher ist ein ganzheitliches Verständnis von Beteiligung notwendig. Beteiligung sollte in ein Konzept eingebettet sein, das die unterschiedlichen Beteiligungsebenen und -zugänge beachtet und sich nicht in Einzelmaßnahmen erschöpfen.

Wirksame Beteiligung kann auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichen Instrumenten sichergestellt werden. Ein breites und vor allem transparentes Angebot an Beteiligungsmöglichkeiten bietet Kindern und Jugendlichen diverse Anknüpfungspunkte, die an unterschiedlichen Lebenswelten andocken und die Breite des Gemeindelebens widerspiegeln. Beteiligung kann alle Themenfelder betreffen, die junge Menschen umtreiben und kann in einem Kontinuum von formell – informell und langfristig – punktuell stattfinden.

 

Die Referentin für Kinder- und Jugendbeteiligung macht in diesem Rahmen Angebote für Kommunen, Verwaltung und Politik sowie für Kinder und Jugendliche (und deren Verbände/Organisationen):