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Gebäudebegrünung

Warum ist ein begrüntes Gebäude von Vorteil?

Vorteile einer Dachbegrünung
Gründächer sind wahre Multitalente. Wo bisher Bitumen, Kies oder Dachpfannen vorherrschen, können begrünte Dächer Regenwasser im Dachaufbau zurückhalten und die Entwässerungssysteme entlasten. Durch die erhöhte Verdunstung verbessern Gründächer das Kleinklima (auch Mikroklima) vor Ort, binden Schadstoffe und reduzieren Lärm. Ersatzbiotope für Pflanzen und Tiere entstehen. Die Palette der ökologischen Wirkungen begrünter Dächer ist umfangreich und wird im Zuge des Klimawandels immer wichtiger als Beitrag zur Überflutungs- und Hitzevorsorge sowie zur Sicherung und Erhöhung der Biodiversität.

Positive Auswirkungen auf die Umwelt

  • Luftschadstoffe filtern und Feinstaub binden
    Die Pflanzen des Gründachs können nachhaltig die Luftqualität verbessern. Allein durch ihre Vegetationsoberfläche und die Abbremsung des Luftstroms filtern Dachbegrünungen pro m² und Jahr bis zu 0,2 kg Staub und Schadstoffpartikel aus der Luft.
  • Neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen
    Vor allem Wildbienen, Vögel, Käfer oder Schmetterlinge finden auf naturnahen Gründächern Nahrung und Rückzugsorte. So kann aktiver Umweltschutz betreiben und Ersatzlebensräume in Städten und Gemeinden geschaffen werden.
  • Regenwasser zurückhalten
    Dachbegrünungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Überflutungsvorsorge. Je nach Bauart des Gründachs werden 50 bis 90 % der Niederschläge auf den Dachflächen zurückgehalten und durch Verdunstung direkt in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.
  • Stadtklima verbessern
    Bei hohen Temperaturen geben die Pflanzen Wasser ab und es verdunstet. Damit wird der sommerlichen Aufheizung von Stadt und Gemeinde entgegengewirkt.

Gebäudebegrünung kann Hitzeschutz, Wärmedämmung, Wasserspeicher, Luftverbesserer und Lebensraum für Klein- und Kleinsttiere in einem sein.

Wirtschaftliche Effekte/Vorteile

  • Einsparung bei den Heizkosten
    Ein Gründach wirkt wie eine Dämmung, so dass die darunterliegenden Räume im Winter weniger auskühlen. Eine Dachbegrünung entspricht – je nach Ausführung – einem bis zu 80 mm starken Dämmstoff der Wärmeleitgruppe (WLG) 040.
  • Verbesserung des Innenraumklimas
    Durch die Verdunstung des gespeicherten Regenwassers im Gründachaufbau und den Pflanzen heizen sich die darunterliegenden Räume nicht mehr so stark auf wie ohne ein Gründach. Dadurch kann gegebenenfalls auf eine Klimaanlage im Sommer verzichtet werden. Im Sommer kann sich ein Bitumendach auf bis zu 70 °C aufheizen. Begrünte Dächer hingegen werden selten wärmer als 30 °C.
  • Wertsteigerung der Immobilie
    Gründächer verbessern das Arbeits- und Wohnumfeld für den Menschen, insbesondere, wenn diese begehbar oder zumindest einsehbar sind.

Schutz der Dachabdichtung
Die Dachbegrünung bildet einen mechanischen Schutz vor UV-Strahlung und weiteren Witterungsextremen. So kann die Lebensdauer der Dachabdichtung verdoppelt werden.

Vorteile eines Solargründachs

Die Verdunstungskühlung der Pflanzen bewirkt eine geringere Betriebstemperatur der Solarmodule, sodass diese eine höhere Leistung erzielen. Zudem wirkt dir Dachbegrünung als Auflast und sichert Module gegen Windsog und Kippen. Damit entfällt eine Durchdringung der Dachabdichtung bei der Montage und die Entstehung potenzieller Wärmebrücken fällt weg. Die Solarmodule können einfach und schnell montiert werden und Punktlasten lassen sich vermeiden. Eine Dachbegrünung sorgt zudem für eine längere Lebensdauer der Dachabdichtung. Sie schützt diese vor UV-Belastung, Temperaturextremen und Witterungseinflüssen. Gleichzeitig haben die Module ökologische Vorteile, da sie durch Schatten und Rückhalt von Feuchtigkeit zusätzliche Lebensräume für weitere Tier- und Pflanzenarten bieten.

Kennen Sie schon das Solar- und Gründachkataster des Kreises Rendsburg-Eckernförde?
Prüfen Sie über den folgenden Link, ob sich Ihr Dach für eine Dachbegrünung oder eine Photovoltaikanlage eignet. Beachten Sie jedoch, dass das Kataster die Statik und das Oberflächenmaterial Ihres Daches nicht berücksichtigt. Für eine weitere Planung wenden Sie sich an den Fachbetrieb Ihres Vertrauens. Das Kataster dient als Ersteinschätzung.

Hier geht es zum Solar- und Gründachkataster des Kreises Rendsburg-Eckernförde: www.mein-dach-kann-mehr.de/rd-eck

Dachbegrünung

Sie können das Dach Ihres Hauses oder aber auch Carport, Garage oder Gartenhaus begrünen. Eine Dachneigung von bis zu 15 Grad ist optimal, durch konstruktive Baumaßnahmen zur Schubsicherung sind mittlerweile jedoch auch Bepflanzungen bis 45 Grad möglich. Sie sollten die Tragfähigkeit des Dachs fachtechnisch prüfen lassen, um abschätzen zu können, ob eine Zusatzbelastung möglich ist und wie hoch diese sein darf. Das Gründach besteht aus verschiedenen Schichten, unter anderem zur Filterung und zum Schutz vor Durchwurzelung.[Quelle https://backend.repository.difu.de/server/api/core/bitstreams/322b3dba-386e-4da8-b01b-88ca4b460ab5/content]

Extensive und intensive Dachbegrünung
Der Pflegeaufwand, aber auch der Effekt für Regenwasserrückhaltung und Hitzeschutz, hängen von der Art der Begrünung ab: Bei einer Extensivbegrünung werden Moose, Sedumarten, Kräuter und Gräser auf einer 6 bis 20 cm hohen Substratschicht gepflanzt. Sie ist besonders pflegearm und leicht. Bei der Intensivbegrünung kann der Aufbau bis zu 40 cm und höher sein. Gepflanzt werden Rasen, Stauden und Sträucher bis hin zu Bäumen. Auch eine einfache Intensivbegrünung ist möglich. Durch die größere Pflanzenmasse und das größere Bodenvolumen kann bei der intensiven Variante mehr Wasser gespeichert und auch zur Kühlung abgegeben werden– dafür ist der Pflegeaufwand vergleichsweise hoch, es entsteht mehr Gewicht und das Anlegen ist teurer. [Quelle: https://backend.repository.difu.de/server/api/core/bitstreams/322b3dba-386e-4da8-b01b-88ca4b460ab5/content]

Eignet sich mein Dach für eine Dachbegrünung?
Das Solar- und Gründachkataster des Kreises gibt eine erste Einschätzung dazu, ob sich Ihr Dach für eine Begrünung eignet. Dabei ist zu beachten, dass das Kataster die Statik nicht berücksichtigt. Sie finden das Kataster unter www.mein-dach-kann-mehr.de/rd-eck

Carports und Gartenhäuser können auch in Eigenregie begrünt werden. Die Begrünung von Dächern sollten Sie jedoch Fachfirmen überlassen und auf die Statikreserven des Gebäudes achten.

Fördermöglichkeiten für private Dachbegrünungen
KfW – Energieeffizient sanieren
KfW – Erneuerbare Energien – Standard

Mehr zu den Fördermöglichkeiten erfahren Sie unter www.kfw.de. Auch Ihre Hausbank kann Sie zu den Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten der KfW-Bank informieren.

 

 

Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung lässt sich unterteilen in wandgebundene und bodengebundene Fassadenbegrünung.

An wen kann ich mich zur Begrünung meines Gebäudes wenden?
Garten- und Landschaftsbauer aber auch Dachdeckerfirmen sind die richtigen Ansprechpartner, wenn Sie Ihr Gebäude begrünen möchten. Geeignete Firmen finden Sie auch über die Innungen und Handwerkskammern.
Der Bundesverband GebäudeGrün (BuGG e.V.) bietet auf seiner Internetseite eine Suchfunktion nach geeigneten Fachbetrieben in Ihrer Nähe an, diese beraten und unterstützen Sie bei der Begrünung Ihres Gebäudes. Diese finden Sie unter www.gebaeudegruen.info

Begrünung von Nebenanlagen

Carports, Garagen, Garten- oder Mülltonnenhäuschen und Fahrradunterstände lassen sich ebenfalls begrünen. Häufig kann dies auch in Eigenregie passieren.

Auch Terrassen lassen sich mit einer bewachsenen Pergola überdachen.