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Kampagne zum Igelschutz startet

Pressemitteilungen, Allgemeine News

Kampagne zum Igelschutz startet

Rendsburg. Der Einsatz von Mährobotern im heimischen Garten kann die Artenvielfalt beeinträchtigen und ist eine Gefahr für nachtaktive Tiere. Um diese Tiere zu schützen, haben Kreispolitikerinnen verschiedener Parteien gemeinsam mit Mitarbeitenden der Kreisverwaltung eine Kampagne gestartet. Mit Plakaten und Informationen in den sozialen Medien sowie auf der Webseite des Kreises unter www.kreis-rendsburg-eckernfoerde.de/umwelt/untere-naturschutzbehoerde/igelschutz werden die Menschen darüber informiert, wie sie den Rasen ordentlich halten können, ohne Tiere zu gefährden.

Der Mähroboter ist für viele Menschen mit Garten eine echte Erleichterung: Ohne eigene Arbeit und Zeitaufwand wird der Rasen kurzgehalten. Was dabei nicht immer bedacht wird: Fahren die Roboter in der Zeit zwischen 20 und 8 Uhr, treffen sie auf das vielfältige nachtaktive Leben in unseren Gärten. Igel, Kröten und andere Amphibien sind dort unterwegs. Sie suchen Nahrung und bekämpfen dabei mancherlei Schädlinge. Für die Sensoren der Mähroboter sind diese Tiere nicht immer erkennbar. Igel rollen sich bei Gefahr zusammen, Amphibien sind eher langsam unterwegs. Treffen die Tiere auf den Mähroboter, können sie von den Messern des Mähroboters verletzt werden.

Der Appell der Kampagne aus dem Kreishaus lautet daher: Programmieren Sie Ihren Mähroboter so, dass er nur tagsüber den Rasen pflegt. Zum Schutz der Artenvielfalt im heimischen Garten trotz gepflegter Rasenfläche.

Zusammenfassendes Info-Angebot

Besonders betroffen:

  • Igel – Sie rollen sich bei Gefahr zusammen, anstatt zu fliehen. Mähroboter erfassen die reglosen Tiere nicht und verursachen schwere Schnittverletzungen. Jungtiere sind dabei besonders betroffen: Sie werden von den Sensoren vieler Mähroboter nicht als Hindernis erkannt und schwer verletzt oder getötet.
  • Amphibien (Frösche, Kröten, Molche) – Sie wandern nachts und sind auf feuchte Wiesen angewiesen. Ihre langsamen Bewegungen machen sie schutzlos gegenüber Mährobotern.
  • Insekten & Kleintiere – Käfer, Spinnen und Raupen sind für das ökologische Gleichgewicht im Garten wichtig. Mähroboter verringern ihren Bestand.

 

Mein Mähroboter hat eine Hinderniserkennung – schützt das Wildtiere?
Leider nicht zuverlässig. Viele Sensoren erkennen nur größere Objekte, nicht kleine und reglose Tiere. Fast alle Roboter mussten Hindernisse in Tests berühren, bevor sie stoppten. Je nach Mähwerk kann das für viele Tiere zu spät sein.

Checkliste: „Tierfreundlicher Garten – vier einfache Maßnahmen“:

  • Mähroboter nur tagsüber nutzen: Ideal zwischen 10 und 17 Uhr, wenn Igel und Amphibien in Verstecken ruhen.
  • Vor dem Mähen den Garten absuchen: Kurz prüfen, ob sich Tiere im Gras befinden, vor allem unter Hecken und Sträuchern.
  • Sichere Rückzugsorte schaffen: Laubhaufen, Totholz und feuchte Ecken bieten Schutz.
  • Alternative Mähmethoden einsetzen: Nicht jeder Rasen muss gleichmäßig kurz sein. Wer seltener mäht, etwa nur ein- bis zweimal jährlich nach der Hauptblütezeit, schafft artenreichere Wiesenflächen mit Blumeninseln. Diese bieten Insekten und Kleintieren Lebensraum und Igeln Nahrung. Besonders wirksam ist es, gestaffelt zu mähen, sodass immer blütenreiche Flächen vorhanden sind

Hinweis zum Plakat: Mit KI generiert. Eine Version ohne QR-Code ist auf Nachfrage erhältlich.

 

Verantwortlich für diesen Pressetext:
Susanne van den Bergh, Pressesprecherin | Kreis Rendsburg-Eckernförde | Kaiserstraße 8, 24768 Rendsburg | Telefon 04331 202-899 | E-Mail: pressestelle[at]kreis-rd.de  | www.kreis-rendsburg-eckernfoerde.de