Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Voraussetzungen

Menschen mit Behinderung oder von Behinderung bedrohte Menschen erhalten Leistungen zur Teilhabe um

  • ihre Selbstbestimmung zu fördern
  • ihre wirksame und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern
  • Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegen zu wirken.

(Öffnet externen Link in neuem Fensters. § 1 SGB IX)

Als behindert gelten Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können Öffnet externen Link in neuem Fenster(s. § 2 SGB IX).

Diese Leistungen werden von verschiedenen Rehabilitationsträgern erbracht wie Rentenversicherungen, Krankenkassen, Unfallversicherungen.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde ist als Träger der Eingliederungshilfe einer dieser Rehabilitationsträger und leistet, wenn die erforderlichen Hilfen nicht von einem vorrangig verpflichteten Leistungsträger geleistet werden (Öffnet externen Link in neuem Fensters. § 91 SGB IX).

Wichtig: Eingliederungshilfe wird vermögens- und einkommensabhängig geleistet, d.h. unter Umständen muss etwas zur Hilfe dazu gezahlt werden oder, wenn erhebliches Einkommen oder Vermögen vorhanden ist, muss die Hilfe selber gezahlt werden.

Weitere Informationen zum Bundesteilhabegesetz in leichter Sprache unter Öffnet externen Link in neuem FensterBundesteilhabegesetz.

Zuständigkeiten

Die Bearbeitungen von Eingliederungshilfeleistungen werden im Fachbereich „Jugend und Familie“ und im Fachbereich „Soziales, Arbeit und Gesundheit“ wahrgenommen.

Der Fachbereich „Jugend und Familie“ bearbeitet Eingliederungshilfen für Kinder im Vorschulalter und für seelisch behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre (s. Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche | Kreis Rendsburg-Eckernförde).

Im Fachdienst „Eingliederungshilfen“ vom “Fachbereich „Soziales, Arbeit und Gesundheit“ werden Hilfen bearbeitet für  

  • Menschen mit einer (drohenden) wesentlichen geistigen und körperlichen Behinderung (außer Maßnahmen der Frühförderung)
  • erwachsene Menschen mit einer (drohenden) wesentlichen seelischen Behinderung.

 

 

Verfahren

Über die Hilfegewährung entscheiden Fachkräfte der Verwaltung aufgrund von ärztlichen Stellungnahmen und einem von sozialpädagogischen Fachkräften durchgeführten Gesamt- oder Teilhabeplanverfahren. 

Das Verfahren gliedert sich in 3 Schritte:

  1. Erstberatung
  2. Bedarfsermittlung
  3. Erstellung eines Gesamt-/Teilhabeplanes und dann Erteilung eines Bescheides.

  1. Erstberatung

    Wir bitten Sie, vor einer Antragstellung auf Eingliederungshilfen einen Termin zur Erstberatung bei uns wahrzunehmen, damit Sie von unseren sozialpädagogischen Fachkräften der Fachgruppen Hilfeplanung umfassend über Hilfsmöglichkeiten beraten werden können. 

    Falls andere Hilfen als Eingliederungshilfen angezeigt sind, unterstützen wir Sie bei Bedarf, diese Hilfen für sich in Anspruch nehmen zu können.

    Falls Eingliederungshilfen angezeigt scheinen, können Sie nach der Erstberatung einen formlosen Antrag auf Eingliederungshilfen stellen. 

    Einen kurzfristigen Termin zur Erstberatung können Sie (am besten telefonisch) mit der zuständigen Fachkraft der Hilfeplanung vereinbaren (Zuständigkeit und Telefonnummern s. beistehende Liste).


  2. Bedarfsermittlung

    Aufgrund des Antrages erfolgt eine ausführliche Bedarfsermittlung, d.h. die sozialpädagogische Fachkraft bespricht mit Ihnen Ihre persönliche Lebenssituation, die Veränderungswünsche und die bisherigen Hilfen. Eventuell muss noch eine ärztliche Stellungnahme vom Fachdienst Gesundheitsdienste eingeholt werden.

    Parallel dazu überprüft die Fachkraft der Verwaltung, ob Sie von Ihrem Einkommen oder Vermögen etwas zu einer Hilfe dazu zahlen müssen.


  3. Erstellung eines Gesamt-/Teilhabeplan- und Bescheid Erteilung

    Wenn die Prüfung durch die Fachkräfte ergeben hat, dass Sie einen Anspruch auf Eingliederungshilfen haben, werden in einem persönlichen Gespräch mit der sozialpädagogischen Fachkraft und Ihnen Ziele und Maßnahmen besprochen und wer die Hilfe leisten soll. Das Ergebnis dieses Gespräches und der Gespräche vorher (s.o. 1. u. 2.) werden zu einem Gesamt-/Teilhabeplan zusammengefügt.

    Auf der Grundlage dieses Planes schickt die Fachkraft der Verwaltung Ihnen und der helfenden Institution einen Bescheid und sorgt dafür, dass die Hilfe bezahlt wird.


Weitere Informationen können Sie auch dem „Flyer zur Erstberatung“ und dem Flyer „Information zur Hilfeplanung“ (Download siehe unten) entnehmen.


Gesetzliche Grundlagen 

Öffnet externen Link in neuem FensterSGB IX

Notwendige Unterlagen

  • formloser Antrag
  • in der Regel Nachweise über Einkommen und Vermögen
  • weitere im Einzelfall erforderliche Unterlagen (nach Absprache)

Kosten

Im Rahmen der Beratungspflicht ist die Antragstellung und Bearbeitung kostenfrei.