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Das Verfahren beginnt mit einer Anregung an das Betreuungsgericht, das für den Wohnort der betroffenen Person zuständig ist. Die Betreuung kann jede Person anregen, die Kenntnis von einer Hilfsbedürftigkeit hat. Viele Gerichte halten Vordrucke zur Anregung bereit.

Soll eine Betreuung erstmals eingerichtet werden, wirkt die Betreuungsbehörde verpflichtend am Verfahren mit. 
Das Gericht bittet die Betreuungsbehörde um Ermittlung des Sachverhaltes und entsprechenden Bericht. Insbesondere verschafft sie sich einen persönlichen Eindruck von der betroffenen Person und deren Wünschen und berichtet dann dem Betreuungsgericht.
Hierzu wird die Betreuungsbehörde persönlichen Kontakt mit der betroffenen Person aufnehmen.

Die Betreuungsbehörde schlägt bei Bedarf  auch eine geeignete  Betreuungsperson vor. In der Regel werden zunächst Verwandte oder andere Vertrauenspersonen der betroffenen Person gebeten, die Betreuung zu übernehmen. Wünsche der betroffenen Person werden dabei berücksichtigt.  Findet sich hier niemand, wird ggf. versucht, eine andere, ehrenamtlich tätige, Person zu finden.

Gelingt dieses nicht oder ist zu erwarten, dass viele oder schwierige Angelegenheiten erledigt werden müssen,  kommt eine beruflich tätige Betreuungsperson in Frage. 

Zum Abschluss des Verfahrens nimmt der Richter mit der betroffenen Person Kontakt auf und hört diese noch einmal an.

Nur das Betreuungsgericht kann entscheiden, ob eine Betreuung eingerichtet wird oder nicht.

Die betroffene Person ist immer verfahrensfähig. Das heißt, sie kann auch immer Rechtsmittel einlegen, wenn sie mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist.

Betreuung in leichter Sprache (pdf):
https://www.thueringen.de/imperia/md/content/bb/broschuere_betreuung.pdf