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Windpocken verlaufen mit Fieber und einem vielgestaltigen, schubweisen Hautausschlag:

Aus roten Fleckchen werden Erhabenheiten, dann Bläschen, dann Krusten. Nur nach Kratzen entstehen Narben. Der Ausschlag ist besonders am Rumpf deutlich.

Die bei den Windpocken verursachten wesentlichen Komplikationen sind eine Lungenentzündung, eine Gehirnentzündung und eine bakterielle Hautinfektion. Bei der Infektion der Schwangeren kann ein kongenitales Varizellensyndrom der Frucht, meist bis zur 20. Schwangerschaftswoche, mit Missbildungen, und bei der Erkrankung der Mutter in Zeitraum von 5 Tagen vor und 2 Tagen nach der Geburt eine schwerwiegende Varizelleninfektion des Neugeborenen auftreten.

Natürliches Reservoir des Varicella-Zoster-Virus ist der Mensch.

Infektionsweg

Die Übertragung des Virus erfolgt bei Windpocken über infektiöse Tröpfchen und den Ausschlag.

Inkubationszeit

Von der Ansteckung bis zum Krankheitsbeginn der Windpocken vergehen im Mittel 14 bis 16 Tage.

Ansteckungsfähigkeit

2 Tage vor bis ca. 7 Tage nach Beginn des Ausschlags bei Immungesunden. Windpocken sind hoch ansteckend.

Prophylaxe

Gegen Windpocken gibt es eine Schutzimpfung als Leistung der Krankenkassen, die rechtzeitig und vollständig durchgeführt werden sollte. Die erste Impfung wird zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, die zweite Impfung zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat, auch in Nachholung empfohlen. Eine postexpositionelle Schutzimpfung kann unter Beachtung der Kontraindikationen bei empfänglichen immungesunden Personen innerhalb von 3 Tagen nach Kontakt zum Erkrankten durchgeführt werden.

Für exponierte empfängliche, gefährdete Personen wie Patienten mit Abwehrschwäche, Schwangere und Neugeborene/Frühgeborenen ist die Gabe eines spezifischen Immunglobulins innerhalb von 4 Tagen möglich.

Gesetzliche Bestimmungen

Nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes -IfSG- dürfen Personen, die an Windpocken erkrankt sind oder dessen verdächtig, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Bei unkompliziertem Verlauf der Windpocken ist ein Ausschluss aus der Gemeinschaftseinrichtung für 1 Woche in der Regel ausreichend.