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Die durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit tritt gewöhnlich mit Fieber und ein- oder beidseitiger Ohrspeicheldrüsenschwellung in Erscheinung. Als Begleiterkrankung kann u.a. eine Hirnhautentzündung, zeitlich auch vor oder nach Ohrspeicheldrüsenschwellung, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und eine postpubertäre Hodenentzündung hinzutreten. Die Krankheit kann aber mit wenig Krankheitszeichen verlaufen. Mögliche Komplikationen sind eine Innenohrschwerhörigkeit nach Hirnhautentzündung, andere bleibende Schäden nach Gehirnentzündung, eine gewöhnlich nicht zur Zeugungsunfähigkeit führende einseitige Hodenschrumpfung nach Hodenentzündung und ein Abort bei Erkrankung der Schwangeren im ersten Schwangerschaftsdrittel. Natürliches Reservoir des Erregers ist der Mensch.

Infektionsweg

Die Viren werden durch Tröpfchen, also durch Niesen, Husten, Küssen oder indirekten Kontakt mit verunreinigten Gegenständen, übertragen.

Inkubationszeit

Die Krankheit beginnt durchschnittlich 14 bis 25 Tage nach Ansteckung.

Dauer der Ansteckungsfähigkeit

Die Ansteckungsfähigkeit beginnt 7 Tage vor der Speicheldrüsenschwellung nimmt 9 Tage nach Speicheldrüsenschwellung ab.

Diagnose

Die Diagnose wird nach dem Krankheitsbild gestellt. Im Zweifelsfall werden molekularbiologische Untersuchungen zum Nachweis des Virus im Abstrich und serologische Untersuchungen zum Nachweis von Antikörpern gegen das Virus im Blut durchgeführt.

Prophylaxe

Gegen Mumps wird eine Schutzimpfung als Leistung der Krankenkassen angeboten, die recht-zeitig und vollständig durchgeführt werden sollte. Die erste Impfung wird zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat empfohlen, die zweite Impfung im 2. Lebensjahr. Bei Aufnahme in eine Gemeinschaftseinrichtung kann eine Impfung ab dem 9. Lebensmonat erfolgen, die zweite dann zu Anfang des 2. Lebensjahres. Nachholimpfungen werden empfohlen. Es sind Kontraindikationen zu beachten bei Immungestörten und Schwangeren.

Bei angesteckten Nichtgeimpften lässt sich der Ausbruch der Krankheit durch postexpositionelle Impfung in der Regel nicht unterdrücken, die Impfung bzw. die Vervollständigung des Impfschutzes innerhalb 3 Tagen nach Kontakt wird aber von der STIKO empfohlen.

Gesetzliche Bestimmungen

Nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes -IfSG- dürfen Personen, die an Mumps erkrankt sind oder dessen verdächtig, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Dies gilt auch für Personen, in deren Wohngemeinschaft die Erkrankung oder der Verdacht auf Mumps aufgetreten ist, sofern sie nicht vollständig geimpft sind oder die Erkrankung nicht durchgemacht haben.

Erkrankte sind zu isolieren und nach Abklingen der klinischen Symptome, frühestens am 9. Tag nach Auftreten der Speicheldrüsenschwellung zum Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wieder zugelassen. Kontaktpersonen, die weder geimpft sind noch die Krankheit durchgemacht haben, sind für die Dauer der mittleren Inkubationszeit von 18 Tagen vom Besuch der Gemeinschaftseinrichtung ausgeschlossen.