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Die Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute und wird z.B. durch Bakterien, Viren und Parasiten verursacht.

Die bakterielle Hirnhautentzündung tritt in drei Hauptformen auf:

  • Meningokokken-Meningitis
  • Haemophilus influenzae b-Meningitis
  • Pneumokokken-Meningitis
  •  

    Übertragung

    Die Krankheitserreger der bakteriellen Meningitis kommen häufig vor und leben normalerweise im hinteren Teil der Nase und des Rachens. Sie werden durch Husten, Niesen oder Küssen übertragen. Menschen jeden Alters können die Erreger Tage, Wochen oder Monate in sich tragen, ohne zu erkranken. Nur in seltenen Fällen überwinden die Bakterien die Abwehrkräfte des Körpers und verursachen eine bakterielle Meningitis.

    Inkubationszeit

    Der Krankheitsbeginn liegt zwischen zwei und zehn Tagen nach Ansteckung.

    Krankheitsbild

    Die Krankheit verläuft mit unterschiedlichen Krankheitszeichen:

  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Nackensteifheit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle
  • Hautausschlag mit rot-violetten Flecken
  • Nicht alle Krankheitszeichen müssen gleichzeitig auftreten. Die Meningitis kann sich innerhalb weniger Stunden oder von einem Tag entwickeln. Besteht der Verdacht, dass eine Meningitis vorliegt, ist sofortiges ärztliches Eingreifen notwendig.

    Diagnose

    Die Krankheitszeichen bei den Formen sind ähnlich, nur durch eine mikrobiologische Untersuchung lässt sich herausfinden, um welche Form es sich handelt.

    Behandlung

    Die bakterielle Meningitis ist eine seltene Krankheit. Sie ist lebensbedrohlich; eine antibakterielle Behandlung ist dringend angezeigt. Wenn die bakterielle Meningitis früh diagnostiziert und rasch behandelt wird, können die meisten Patienten wieder völlig genesen. Virusinfektionen sind weitaus häufiger, sie können weniger ernst verlaufen, allerdings steht eine antivirale Behandlung nur bei Herpesvirus zur Verfügung. In manchen Fällen kann die Meningitis jedoch tödlich verlaufen oder durch Hirnschädigung zur permanenten Behinderung führen.

    Prophylaxe

    Gegen die verschieden Erregergruppen der Meningokokkenmeningitis sind Schutzimpfungen verfügbar; gegen die Erregergruppe C erfolgt eine Schutzimpfung ab dem 2. Lebensjahr als Leistung der Krankenkassen, gegen die häufig in Deutschland vorkommende Erregergruppe B steht eine Schutzimpfung zur Verfügung. Kontaktpersonen zu einer Meningokokkenmeningitis in Wohngemeinschaft und Gemeinschaftseinrichtung sollten nach einer antibakteriellen prophylaktischen Behandlung eine Schutzimpfung gegen die verursachende Erregergruppe erhalten.

    Gegen die Erreger der Hämophilus influenzae b- Meningitis wird eine Schutzimpfung als Leistung der Krankenkassen angeboten. Bis ins 2. Lebensjahr erfolgt die Grundimmunisierung. Kontaktpersonen einer Haemophilus influenzae b-Meningitis in der Wohngemeinschaft und Gemeinschaftseinrichtung erhalten eine antibakterielle prophylaktische Behandlung, bei Haemophilus influenzae b-Meningitis spielen noch der Impfstatus, das Alter und Immunstörungen von kindlichen Kontaktpersonen eine Rolle.

    Gegen die Erreger der Pneumokokkeninfektionen werden Schutzimpfungen als Leistung der Krankenkassen im Kindes- und Erwachsenenalter angeboten.

    Gesetzliche Bestimmungen

    Nach §§ 6 und 7 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an Meningokokken-Meningitis oder -Sepsis und direkte Nachweise von Neisseria menigitidis und Haemophilus influenzae aus Liquor und Blut meldepflichtig.

    Nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) dürfen Personen, die an Meningokokken- oder an Haemophilus influenzae b- Meningitis erkrankt sind oder dessen verdächtig, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Dies gilt auch für Personen, in deren Wohngemeinschaft die Erkrankung oder der Verdacht auf Meningokokken- oder an Haemophilus influenzae b- Meningitis aufgetreten ist.