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Verbreitung

Keuchhusten tritt im Spätsommer bis Winter auf. Vermehrtes Auftreten erfolgt alle 3 bis 5 Jahre. Reservoir des Erregers Bordetella pertussis ist der Mensch. Bordetella parapertussis ist bei Mensch und Schafen verbreitet.

Infektionsweg

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen.

Inkubationszeit

Von der Ansteckung bis zum Krankheitsbeginn vergehen 7 bis 20 Tage.

Ansteckungsfähigkeit

Die Ansteckungsfähigkeit beginnt am Ende der Inkubationszeit, erreicht ihren Höhepunkt im Stadium catarrhale und klingt im Stadium convulsivum allmählich ab. Ein langdauernder Trä-gerstatus bei Gesunden ist bisher nicht dokumentiert worden. Die Infektionskrankheit ist hoch ansteckend.

Krankheitsbild

Die Infektion mit Bordetella pertussis verläuft in 3 Stadien. Die Erkrankung beginnt mit Schnupfen und Husten über 1 bis 2 Wochen (Stadium catarrhale), geht mit anfallsweisen Hustenstößen „Stakkatohusten“, gefolgt von Luftziehen „Keuchen“ mit Herauswürgen von Schleim und Erbrechen über 4 bis 6 Wochen weiter (Stadium convulsivum) und ebbt über Wochen ab (Stadium decrementi). Bei Jugendlichen und Erwachsenen tritt eher langandauernder unspezifischer trockener Husten auf.

Die Infektion mit Bordetella parapertussis verläuft meist milder und kürzer, auch ohne Symptome.

Komplikationen

Bei Neugeborenen und Säuglingen treten unter Keuchhusten nicht selten lebensbedrohliche Atemstillstände auf. Weitere Komplikationen sind bakterielle Mittelohr- und Lungenentzündungen, Krampfanfälle und Gehirnschädigungen.

Diagnose

Zum klinischen Befund, der charakteristisch und uncharakteristisch sein kann, gehören der Erregernachweis durch molekularbiologische Verfahren im Nasopharyngialabstrich und der Antikörpernachweis im Blut.

Behandlung

Eine antimikrobielle Behandlung kann im frühen Stadium den Krankheitsverlauf verkürzen und nimmt die Ansteckungsgefahr. Gefährdete Erkrankte müssen stationär behandelt werden.

Gesetzliche Bestimmungen

Nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes -IfSG dürfen Personen, die an Keuchhusten erkrankt sind oder dessen verdächtig, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Die Zeit bis zur Wiederzulassung beträgt 5 Tage bei antibiotischer Therapie, 3 Wochen ohne antibiotische Therapie.

Prophylaxe

Gegen Keuchhusten wird eine Schutzimpfung als Leistung der Krankenkassen angeboten, die rechtzeitig und vollständig durchgeführt werden sollte. Bis ins 2. Lebensjahr erfolgt die Grundimmunisierung, ggf. Nachholimpfungen. Auffrischungen erfolgen im 5.-6. Lebensjahr, im 9.-17. Lebensjahr und im Erwachsenenalter. Diese Schutzimpfung schützt gegen Bordetella pertussis, nicht aber gegen Bordetella parapertussis.

Empfänglichen engen Kontaktpersonen wird eine antibiotische Prophylaxe empfohlen.

Eine Vervollständigung des Impfschutzes sollte geprüft werden. Auch geimpfte, enge Kontaktpersonen sollten, wenn sich in ihrer Umgebung gefährdete Personen, wie z.B. Säuglinge ohne vollständigen Impfschutz oder Kinder mit Herz- oder Lungenleiden befinden, vorsichtshalber eine antibiotische Prophylaxe erhalten, da sie mit Bordetella besiedelt sein könnten.

 

Verbreitung

Keuchhusten tritt im Spätsommer bis Winter auf. Vermehrtes Auftreten erfolgt alle 3 bis 5 Jahre. Reservoir des Erregers Bordetella pertussis ist der Mensch. Bordetella parapertussis ist bei Mensch und Schafen verbreitet.

Infektionsweg

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen.

Inkubationszeit

Von der Ansteckung bis zum Krankheitsbeginn vergehen 7 bis 20 Tage.

Ansteckungsfähigkeit

Die Ansteckungsfähigkeit beginnt am Ende der Inkubationszeit, erreicht ihren Höhepunkt im Stadium catarrhale und klingt im Stadium convulsivum allmählich ab. Ein langdauernder Trä-gerstatus bei Gesunden ist bisher nicht dokumentiert worden. Die Infektionskrankheit ist hoch ansteckend.

Krankheitsbild

Die Infektion mit Bordetella pertussis verläuft in 3 Stadien. Die Erkrankung beginnt mit Schnupfen und Husten über 1 bis 2 Wochen (Stadium catarrhale), geht mit anfallsweisen Hustenstößen „Stakkatohusten“, gefolgt von Luftziehen „Keuchen“ mit Herauswürgen von Schleim und Erbrechen über 4 bis 6 Wochen weiter (Stadium convulsivum) und ebbt über Wochen ab (Stadium decrementi). Bei Jugendlichen und Erwachsenen tritt eher langandauernder unspezifischer trockener Husten auf.

Die Infektion mit Bordetella parapertussis verläuft meist milder und kürzer, auch ohne Symptome.

Komplikationen

Bei Neugeborenen und Säuglingen treten unter Keuchhusten nicht selten lebensbedrohliche Atemstillstände auf. Weitere Komplikationen sind bakterielle Mittelohr- und Lungenentzündungen, Krampfanfälle und Gehirnschädigungen.

Diagnose

Zum klinischen Befund, der charakteristisch und uncharakteristisch sein kann, gehören der Erregernachweis durch molekularbiologische Verfahren im Nasopharyngialabstrich und der Antikörpernachweis im Blut.

Behandlung

Eine antimikrobielle Behandlung kann im frühen Stadium den Krankheitsverlauf verkürzen und nimmt die Ansteckungsgefahr. Gefährdete Erkrankte müssen stationär behandelt werden.

Prophylaxe

Gegen Keuchhusten wird eine Schutzimpfung als Leistung der Krankenkassen angeboten, die rechtzeitig und vollständig durchgeführt werden sollte. Bis ins 2. Lebensjahr erfolgt die Grundimmunisierung, ggf. Nachholimpfungen. Auffrischungen erfolgen im 5.-6. Lebensjahr, im 9.-17. Lebensjahr und im Erwachsenenalter. Diese Schutzimpfung schützt gegen Bordetella pertussis, nicht aber gegen Bordetella parapertussis.

Empfänglichen engen Kontaktpersonen wird eine antibiotische Prophylaxe empfohlen.

Eine Vervollständigung des Impfschutzes sollte geprüft werden. Auch geimpfte, enge Kontaktpersonen sollten, wenn sich in ihrer Umgebung gefährdete Personen, wie z.B. Säuglinge ohne vollständigen Impfschutz oder Kinder mit Herz- oder Lungenleiden befinden, vorsichtshalber eine antibiotische Prophylaxe erhalten, da sie mit Bordetella besiedelt sein könnten.

 

Gesetzliche Bestimmungen

Nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes -IfSG dürfen Personen, die an Keuchhusten erkrankt sind oder dessen verdächtig, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Die Zeit bis zur Wiederzulassung beträgt 5 Tage bei antibiotischer Therapie, 3 Wochen ohne antibiotische Therapie.