Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine harmlose, mit leichtem Fieber und flüchtigem Hautausschlag im Mund, an Händen und Füßen einhergehende Viruserkrankung.
Verursacher dieser Krankheit sind Enteroviren, vornehmlich Coxsackie-A-Viren. Sie können neben der Hand-Fuß-Mund-Krankheit auch andere Erkrankungen auslösen, wie Herpangina, Sommergrippe oder Hirnhautentzündung.
Die Übertragung der Viren erfolgt sowohl durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) als auch durch Schmierinfektion (mangelhafte Hygiene bei Nahrungsmitteln und Trinkwasser, ungewaschene Hände nach Benutzung der Toilette). Enteroviren-Infektionen treten gehäuft epidemisch in den Sommer- und Herbstmonaten auf.

Was sind die typischen Symptome?

Zwei bis fünf Tage, nachdem sich das Kind angesteckt hat, bildet sich auf der Haut ein juckender roter Ausschlag, der später in weißgraue Bläschen übergeht. Gleichzeitig bilden sich in der Mundhöhle Bläschen und kleine, schmerzhafte Geschwüre (Aphten). Meist treten die charakteristischen Hautschäden zuerst im Gesicht auf, besonders um Mund und Nase.
An Händen, Füßen und Mundschleimhaut bildet sich der oben beschriebene Hautausschlag, eventuell sind auch die Bindehäute befallen. Selten entzünden sich Lippen oder Gaumenmandeln. Die einzelnen Flecke sind entzündlich rot verfärbt und "blühen" später auf.
Die Krankheit dauert zwischen acht und zwölf Tagen.

Wann sollten Sie einen Arzt konsultieren?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, um andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen auszuschließen. Vor allem, wenn Ihr Kind hohes Fieber bekommt, unter Erbrechen, Kopfschmerzen, Krämpfen oder Bewusstseinstrübung leidet oder wenn die Mandeln mit eitrigen Pünktchen oder größeren Belägen bedeckt sind.
Auch bei anderen Symptomen wie Lähmungserscheinungen, Blasen- und Enddarmstörungen sollten Sie mit Ihrem Kind sofort einen Arzt aufzusuchen. Alle genannten Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten, sie können dramatisch oder schleichend verlaufen. Der Arzt wird feststellen, ob es sich eventuell um eine durch Enteroviren verursachte Hirn- und Hirnhautentzündung handelt oder um eine bakterielle Erkrankung. Sehr selten kann die Enterovirusinfektion auch eine Herzmuskelentzündung hervorrufen.

Was wird zur Behandlung getan?

Prinzipiell ist die Hand-Fuß-Mund-Erkrankung eine harmlose, relativ rasch und selbstständig abheilende Erkrankung. Eine spezifische Therapie ist nicht erforderlich. Sie beschränkt sich lediglich auf die Symptome. Achten Sie besonders darauf, dass Ihr Kind trotz der schmerzhaften Bläschen im Mund genügend trinkt, da sonst die Gefahr der Austrocknung besteht.

Sind Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz zu beachten?

Es handelt sich um ein harmloses Krankheitsbild, dessen Dauer und Häufigkeit nicht durch behördliche Maßnahmen wie Impfung oder Absonderung beeinflusst werden kann. Entsprechend gibt es keine gesetzlichen Verbote für den Besuch von Kindergärten und Schulen. Kinder im akuten Stadium sollten möglichst, insbesondere bei zusätzlichen Krankheitssymptomen wie Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl, bis zum Eintrocknen der Bläschen Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen.

Gibt es Möglichkeiten der Prophylaxe?

Die persönliche Hygiene spielt hier die entscheidende Rolle. Händewaschen vor dem Umgang mit Lebensmitteln und nach dem Toilettengang, Abwaschen roher Lebensmittel vor dem Verzehr.