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Verbreitung

Escherichia coli (E.coli)-Bakterien kommen in warmblütigen Tieren und Menschen als normale Darmbewohner vor.
Eine Abart davon sind Enterohämorrhagische E.coli-Bakterien (EHEC) bei Wiederkäuern, vor allem bei Rindern, die in Menschen zum Teil schwere Erkrankungen auslösen.

Infektionsweg

EHEC-Infektionen können hervorgerufen werden durch den Genuss fäkal verunreinigter, roher oder halbgarer Lebensmittel,  wie Fleisch, Fleischprodukte, Rohmilch, Gemüse, Früchte und Trinkwasser. Aber auch durch den Kontakt mit Wiederkäuern, wie Rindern, Schafen, Ziegen, und durch den Kontakt mit EHEC-Ausscheidern  können EHEC-Infektionen hervorgerufen werden. Ansteckungsfähigkeit besteht, solange EHEC-Bakterien im Stuhl ausgeschieden werden.
Die Infektionskrankheit ist hoch ansteckend.

Inkubationszeit

Die Enteritis beginnt im Mittel 2 bis 4 Tage, das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) 9 bis 20 Tage nach Ansteckung.

Krankheitsbild

Die Krankheit kann ohne Krankheitszeichen verlaufen. Durch die Eigenschaften der Bakterien kommen Dickdarmentzündungen mit wässerigen bis blutigen Durchfälle vor. Bei einem Teil tritt nach den Durchfällen ein sogenanntes Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) auf. Dieses verläuft mit einer akuten Schädigung der roten Blutkörperchen, der Blutplättchen und der Nieren, bis hin zur Dialysepflicht, mit Hauteinblutungen, mit Bluthochdruck, auch Krampfanfällen. Ein chronisches Nierenversagen als bleibender Schaden ist u.a. möglich.

Diagnose

Zur Diagnose gehört eine mikrobiologische Stuhluntersuchung mit Nachweis des Erregers und seiner Toxine, d.h. Gifte.

Behandlung

Die medizinische Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsbild.

Prophylaxe

Wichtig ist, daß eventuell mit EHEC-Bakterien behaftete Lebensmittel ausreichend erhitzt werden und daß andere Lebensmittel mit denselben Küchengegenständen und auf denselben Küchenoberflächen nur nach vorheriger Reinigung zubereitet werden, um einer Verunreinigung (Kreuzkontamination) dieser Lebensmittel mit den Bakterien zu vorzubeugen. Selbstverständlich auch die Hände zwischendurch waschen. Küchenbürsten, -schwämme und –lappen heiß reinigen.

Die Abgabe von Rohmilch, Rohrahm oder nicht ausreichend erhitzter Milch an Verbraucher in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung ist verboten.

Beim Besuch von Streichelzoos und Bauernhöfen sollten alle, insbesondere die Kinder,  EHEC-Infektionen durch Kontakt mit Wiederkäuern, wie Rindern, Schafen und Ziegen vorbeugen. Sie sollten nach Tier- und Bodenkontakt keine Finger in den Mund nehmen und keine Speisen und Getränke zu sich nehmen, bevor sie nicht die Hände mit warmem Wasser und Seife gründlich gewaschen haben.

Schmierinfektionen mit EHEC-Bakterien können vor allem durch die Händehygiene verhütet werden. Kontaktpersonen sollten nach eventuellen Kontakt mit Stuhl eines Erkrankten oder Ausscheiders, nach jedem Toilettengang und vor der Zubereitung von Mahlzeiten für die Dauer jenes Kontaktes und der eigenen Inkubationszeit sich die Hände gründlich mit 3 ml alkoholischen Händedesinfektionsmittel über ½ min desinfizieren, waschen, mit Papierhandtüchern abtrocknen.
Händehygiene gilt auch für die Erkrankten oder Ausscheider.
Während der Erkrankungs- und Ausscheidungsdauer ist eine regelmäßige Flächendesinfektion der Handkontaktflächen, z. B. der Gegenstände, Flächen, Sanitäranlagen, durchzuführen, die mit infektiösen Ausscheidungen des Erkrankten oder Ausscheiders in Berührung gekommen sein könnten.
Leib- und Bettwäsche, Waschlappen und Handtücher im Koch- oder Desinfektionswaschgang waschen. Geschirreinigung mit heißem Wasser, Reinigungsmittel, Abspülen oder in der Geschirrspülmaschine. Ggf. Tragen von Schutzhandschuhen.

Enterohämorrhagische E.coli (EHEC)
Enteritis/ Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)

Gesetzliche Bestimmungen

Nach §§ 6 und 7 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an enteropathischem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) und der Nachweis von Escherichia coli, enterohämorrhagische Stämme, meldepflichtig.

Enterohämorrhagische E.coli (EHEC)
Enteritis/ Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)

Verbreitung

Escherichia coli (E.coli)-Bakterien kommen in warmblütigen Tieren und Menschen als normale Darmbewohner vor.
Eine Abart davon sind Enterohämorrhagische E.coli-Bakterien (EHEC) bei Wiederkäuern, vor allem bei Rindern, die in Menschen zum Teil schwere Erkrankungen auslösen.

Infektionsweg

EHEC-Infektionen können hervorgerufen werden durch den Genuss fäkal verunreinigter, roher oder halbgarer Lebensmittel,  wie Fleisch, Fleischprodukte, Rohmilch, Gemüse, Früchte und Trinkwasser. Aber auch durch den Kontakt mit Wiederkäuern, wie Rindern, Schafen, Ziegen, und durch den Kontakt mit EHEC-Ausscheidern  können EHEC-Infektionen hervorgerufen werden. Ansteckungsfähigkeit besteht, solange EHEC-Bakterien im Stuhl ausgeschieden werden.
Die Infektionskrankheit ist hoch ansteckend.

Inkubationszeit

Die Enteritis beginnt im Mittel 2 bis 4 Tage, das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) 9 bis 20 Tage nach Ansteckung.

Krankheitsbild

Die Krankheit kann ohne Krankheitszeichen verlaufen. Durch die Eigenschaften der Bakterien kommen Dickdarmentzündungen mit wässerigen bis blutigen Durchfälle vor. Bei einem Teil tritt nach den Durchfällen ein sogenanntes Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) auf. Dieses verläuft mit einer akuten Schädigung der roten Blutkörperchen, der Blutplättchen und der Nieren, bis hin zur Dialysepflicht, mit Hauteinblutungen, mit Bluthochdruck, auch Krampfanfällen. Ein chronisches Nierenversagen als bleibender Schaden ist u.a. möglich.

Diagnose

Zur Diagnose gehört eine mikrobiologische Stuhluntersuchung mit Nachweis des Erregers und seiner Toxine, d.h. Gifte.

Behandlung

Die medizinische Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsbild.

Prophylaxe

Wichtig ist, daß eventuell mit EHEC-Bakterien behaftete Lebensmittel ausreichend erhitzt werden und daß andere Lebensmittel mit denselben Küchengegenständen und auf denselben Küchenoberflächen nur nach vorheriger Reinigung zubereitet werden, um einer Verunreinigung (Kreuzkontamination) dieser Lebensmittel mit den Bakterien zu vorzubeugen. Selbstverständlich auch die Hände zwischendurch waschen. Küchenbürsten, -schwämme und –lappen heiß reinigen.

Die Abgabe von Rohmilch, Rohrahm oder nicht ausreichend erhitzter Milch an Verbraucher in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung ist verboten.

Beim Besuch von Streichelzoos und Bauernhöfen sollten alle, insbesondere die Kinder,  EHEC-Infektionen durch Kontakt mit Wiederkäuern, wie Rindern, Schafen und Ziegen vorbeugen. Sie sollten nach Tier- und Bodenkontakt keine Finger in den Mund nehmen und keine Speisen und Getränke zu sich nehmen, bevor sie nicht die Hände mit warmem Wasser und Seife gründlich gewaschen haben.

Schmierinfektionen mit EHEC-Bakterien können vor allem durch die Händehygiene verhütet werden. Kontaktpersonen sollten nach eventuellen Kontakt mit Stuhl eines Erkrankten oder Ausscheiders, nach jedem Toilettengang und vor der Zubereitung von Mahlzeiten für die Dauer jenes Kontaktes und der eigenen Inkubationszeit sich die Hände gründlich mit 3 ml alkoholischen Händedesinfektionsmittel über ½ min desinfizieren, waschen, mit Papierhandtüchern abtrocknen.
Händehygiene gilt auch für die Erkrankten oder Ausscheider.
Während der Erkrankungs- und Ausscheidungsdauer ist eine regelmäßige Flächendesinfektion der Handkontaktflächen, z. B. der Gegenstände, Flächen, Sanitäranlagen, durchzuführen, die mit infektiösen Ausscheidungen des Erkrankten oder Ausscheiders in Berührung gekommen sein könnten.
Leib- und Bettwäsche, Waschlappen und Handtücher im Koch- oder Desinfektionswaschgang waschen. Geschirreinigung mit heißem Wasser, Reinigungsmittel, Abspülen oder in der Geschirrspülmaschine. Ggf. Tragen von Schutzhandschuhen.

Gesetzliche Bestimmungen

Nach §§ 6 und 7 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an enteropathischem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) und der Nachweis von Escherichia coli, enterohämorrhagische Stämme, meldepflichtig.