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Verbreitung

Entamoeba histolytica ist als Dickdarmparasit in tropischen und subtropischen Zonen verbreitet, Infektionen kommen in Südeuropa, USA und Kanada seltener vor.

Infektionsweg

Infektionsquellen sind fäkal verunreinigte Nahrungsmittel und fäkal verunreinigtes Trinkwasser. Fliegen können im Kot ausgeschiedene Zysten auf Nahrungsmittel übertragen. Schmierinfektionen unter Menschen sind  bei mangelnden hygienischen Verhältnissen möglich.

Inkubationszeit

Die Krankheit beginnt im Mittel etwa 2 bis 4 Wochen nach Ansteckung.

Krankheitsbild

Die Krankheit verläuft mit Bauchschmerzen, breiigen bis wässerigen, blutig-schleimigen Durchfällen. Nur ein Teil der Fälle hat Fieber.

Komplikationen

Geschwüre im Dickdarm können zu Blutungen führen, Durchbrüchen mit Bauchfellentzündung und Erregerabsiedelungen mit Abszeßbildung in Leber, Lunge, Milz und Gehirn.

Diagnose

Zur Diagnose gehört der mikroskopische Nachweis des Erregers im frischen Stuhl bzw. in Gewebsproben aus dem Dickdarm, auch der Nachweis des Erregers im Stuhl mit molekularbiologischen Verfahren und Antikörperbestimmungen. Die unterschiedlichen Nachweismethoden dienen dazu, akute, latente und außerhalb des Dickdarms gelegenen Infektionen abzuklären.

Behandlung

Bei allen Formen der Amoebiasis wird eine antiparasitäre Behandlung durchgeführt.

Prophylaxe

In betroffenen Gebieten sollte man die Regeln „Cook it, boil it, peal it or leave it!“ und  „Take one!“ beherzigen. Vorsicht bei rohen Lebensmitteln, offenen Säften, Eiswürfen. Trinkwasser sollte abgekocht sein.

Gesetzliche Bestimmungen

Nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) dürfen Kinder unter 6 Jahren, die an ansteckendem Brechdurchfall erkrankt sind, oder dessen verdächtig, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen, bis die Krankheitszeichen nicht mehr bestehen.

Nach § 42 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) dürfen Personen, die an ansteckendem Brechdurchfall erkrankt sind, oder dessen verdächtig, nicht mit leichtverderblichen Lebensmitteln oder in der Küche und Gemeinschaftsverpflegung  beruflich arbeiten, bis die Krankheitszeichen nicht mehr bestehen.