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Eine gute Ausbildung ist die Basis für beruflichen Erfolg. Jede Ausbildung bringt aber auch finanzielle Belastungen mit sich. Ziel der Ausbildungsförderung ist es, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung zu absolvieren, die seinen Fähigkeiten und Interessen entspricht. Eine qualifizierte Ausbildung soll nicht an fehlenden finanziellen Mitteln des Auszubildenden, seiner Eltern oder seines Ehegatten scheitern.
Ob die von Ihnen angestrebte Ausbildung nach dem BAföG gefördert werden kann, ist im Wesentlichen von der Beantwortung folgender Fragen abhängig:

  • Ist Ihre Ausbildung förderungsfähig?
  • Erfüllen Sie die persönlichen Förderungsvoraussetzungen?
  • Ist der Ausbildungsbedarf durch Ihr eigenes Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen Ihres Ehegatten und Ihrer Eltern gedeckt?

Allgemeine Informationen zum geltenden Recht finden Sie im Internet unter der Adresse Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.das-neue-bafoeg.de. Bei weiteren Fragen können Sie aber auch gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

Welche Ausbildungen sind z. B. förderungsfähig?

  • Schüler an allgemein bildenden Schulen ab Klasse 10 (Hauptschule, mittlere Reife, Gymnasium), auch an Berufsfachschulen
    Bedingung: u. a. eigene Wohnung und vergleichbare Schule vom Wohnort der Eltern nicht in angemessener Zeit erreichbar.
  •  Wenn ein berufsqualifizierender Abschluss vermittelt wird
    (PTA, MTA, SPA, usw.)
  •  Fachschüler, Fachoberschüler, Kollegs, Akademien

Studenten wenden sich bitte an das zuständige Studentenwerk! 

Wann wird BAföG evtl. abgelehnt?

  • Ausbildung wird gemäß dem Ausbildungsstättenverzeichnis nicht als förderungsfähig anerkannt
  • In der Vergangenheit wurde eine förderungsfähige Ausbildung absolviert (§7Abs.2 BAföG)
  • In der Vergangenheit wurde eine förderungsfähige Ausbildung abgebrochen (§7Abs.3 BAföG)
  • Alter (30 Jahre alt) - (§ 10 BAföG), bei Studiengängen ab 35 Jahren (§ 7, 1a BAföG)
  • Einkommen der Eltern - (§ 21 BAföG)
  • Einkommen des Schülers - (§ 23 BAföG)
  • Vermögen des Schülers - (§ 26 ff. BAföG)
  • Fehlende Mitwirkung - (§ 60 ff. Erstes Buch Sozialgesetzbuch - SGB I -)

Ausnahmen besprechen Sie bitte mit dem/der zuständigen Mitbearbeiter/in! 

Wer hat Anspruch auf Leistungen?

Persönliche Voraussetzungen für den Anspruch auf Ausbildungsförderung sind grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit, Eignung und ein bestimmtes Höchstalter. Mit der Neuregelung des § 8 BAföG wurde der Kreis der förderungsberechtigten Ausländer/innen erweitert. Da die Regelungen in § 8 BAföG sehr komplex sind, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter. Er wird Ihnen auch mitteilen, welche Nachweise Sie beifügen müssen.  

Zuständigkeit

Für Schülerinnen und Schüler ist in der Regel das Amt für Ausbildungsförderung bei der für den Wohnort der Eltern maßgebenden Verwaltung zuständig. Wer an einer staatlichen Hochschule studiert, sollte sich an das Studentenwerk, das an der Hochschule eingerichtet ist, wenden. Für Schülerinnen und Schüler an Abendgymnasien und Berufsoberschulen ist das Amt für Ausbildungsförderung zuständig, in dessen Bezirk sich die Ausbildungsstätte befindet

Antrag

Die Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz sind schriftlich zu beantragen. Antragsformulare gibt es für Schüler, deren Eltern im Bereich des Kreises Rendsburg-Eckernförde wohnen, in der Kreisverwaltung oder im Internet unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bafög.de. Die Anträge sollten so weit wie möglich ausgefüllt und unterschrieben sein. Studenten erhalten die erforderlichen Formulare beim für sie zuständigen Studentenwerk.

Bitte stellen Sie die Anträge rechtzeitig (ca. 3 Monate vor Ausbildungsbeginn), da es zu Beginn eines neuen Schuljahres zu längeren Wartezeiten kommen kann. Die entsprechenden Schulbescheinigungen (Formblatt 2) müssen zeitnah nach dem ersten Schultag nachgereicht werden. Bedenken Sie bitte auch, dass Ausbildungsförderung frühestens ab Beginn des Monats (nach-)gezahlt wird, in dem der schriftliche Antrag beim Amt für Ausbildungsförderung eingeht. Das Datum des Poststempels reicht nicht aus!

Schülerinnen und Schüler erhalten Ausbildungsförderung als Zuschuss, müssen diese Leistungen daher nicht zurückzahlen. 

Wie wird die individuelle Förderungshöhe ermittelt?

Ihre BAföG-Förderung ergibt sich, wenn von dem für Sie maßgeblichen Bedarfsatz nach dem BAföG Ihr anzurechnendes eigenes Einkommen und Vermögen sowie das bereinigte Einkommen Ihres Ehegatten und Ihrer Eltern abgezogen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen bleibt das Einkommen der Eltern außer Betracht (elternunabhängige Förderung). Eigenes Einkommen und Vermögen des Auszubildenden und Einkommen eines nicht dauernd von ihm getrennt lebenden Ehegatten werden hingegen immer angerechnet.

Für die Berechnung und Anrechnung des Einkommens des Auszubildenden ist das aktuelle - im Bewilligungszeitraum erzielte - Einkommen maßgebend. Bei den Eltern und dem Ehemann / der Ehefrau oder Lebenspartner ist grundsätzlich vom Einkommen im vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraums auszugehen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet gemeinsam mit dem Deutschen Studentenwerk unter der Telefonnummer 0800 22 36 341 zudem eine gebührenfreie Hotline an.

Um im Einzelfall klären zu können, ob Sie für die von Ihnen angestrebte Ausbildung einen Anspruch auf Ausbildungsförderung haben, wenden Sie sich bitte an Ihr Amt für Ausbildungsförderung. 

Wichtige Info über die Dauer der Sachbearbeitung

  • Die Ermittlung und Feststellung der Ausbildungsförderung wird leider sehr oft dadurch erschwert, dass die eingereichten Unterlagen unvollständig sind oder die Mitwirkung ausbleibt.


TIPP:

Kommen Sie am Besten während der Sprechzeiten mit den ausgefüllten Antragsunterlagen und Nachweisen zum Amt für Ausbildungsförderung. Unstimmigkeiten können sofort besprochen werden.

  • Spätestens mit Beginn des Schuljahres beginnen die laufenden Kosten wie Schulgeld, Fahrtkosten, Miete, Lebensmittel usw. Die Rücklagen sind verbraucht oder erst gar nicht vorhanden, Sie sind auf die Förderungsleistungen angewiesen, benötigen daher den BAföG-Bescheid.


TIPP:

Bemühen Sie sich frühzeitig um die erforderlichen Unterlagen. Sobald die Zusage des Schulplatzes eingegangen ist, sollten Sie den BAföG-Antrag einreichen. Gerade in den Monaten des Schulbeginns werden die meisten Anträge gestellt. Bei einem Wiederholungsantrag sollten die Unterlagen mindestens 3 Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes beim BAföG-Amt eingegangen sein.


TIPP:

Wichtige Änderungen teilen Sie bitte frühzeitig schriftlich dem BAföG-Amt (siehe zusätzliche Vordrucke) mit.