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(sinngemäß – und nicht vollständig! – aus dem Denkmalschutzgesetz)

Die häufigsten Fälle: 

  1. Die Instandsetzung, die Veränderung und die Vernichtung eines Kulturdenkmals bedürfen der Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde.
  2. Die Veränderung der Umgebung eines unbeweglichen Kulturdenkmals, wenn die Veränderung geeignet ist, den Eindruck des Kulturdenkmals wesentlich zu beeinträchtigen, bedarf der Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde.
  3. Alle Maßnahmen in Denkmalbereichen und in deren Umgebung, die geeignet sind, die Denkmalbereiche wesentlich zu beeinträchtigen, bedürfen der Genehmigung der Oberen Denkmalschutzbehörde. Näheres ergibt sich aus der jeweiligen Denkmalbereichsverordnung (z. B. Sieseby in der Gemeinde Thumby).
  4. Die Anwendung archäologischer Methoden, die geeignet sind, Kulturdenkmale aufzufinden, an Stellen, von denen bekannt ist oder den Umständen nach zu vermuten ist, dass sich dort Kulturdenkmale befinden, bedarf der Genehmigung der Oberen Denkmalschutzbehörde.
  5. Das Verwenden von Mess- und Suchgeräten, die geeignet sind, Kulturdenkmale aufzufinden, ohne dazu nach anderen Rechtsvorschriften befugt zu sein, bedarf der Genehmigung der Oberen Denkmalschutzbehörde.
  6. Nachforschungen, Erdarbeiten oder taucherische Bergungen an Stellen, von denen bekannt ist oder den Umständen nach zu vermuten ist, dass sich dort Kulturdenkmale befinden, ohne dazu nach anderen Rechtsvorschriften befugt zu sein, bedürfen der Genehmigung der Oberen Denkmalschutzbehörde.

Weitere Genehmigungstatbestände entnehmen Sie bitte dem Denkmalschutzgesetz; siehe Links zum Landesamt für Denkmalpflege und zum Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein.

Aktuelle Gesetze, Verordnungen und Erlasse des Landes Schleswig-Holstein können Sie im Übrigen auch unter der Öffnet externen Link in neuem FensterInternet-Adresse abrufen.

Erkundigen Sie sich bitte vorab bei der Unteren Denkmalschutzbehörde, wie Ihr Vorhaben zu bewerten ist. Formulare müssen Sie nicht ausfüllen. Lassen Sie sich bei der Antragstellung helfen. Die denkmalrechtliche Genehmigung ist kostenlos.

 

Genehmigungen und Baurecht  

Sie haben die Möglichkeit, sich noch vor Stellung eines Bauantrages von der Unteren Denkmalschutzbehörde beraten zu lassen. Nach einer entsprechenden Abstimmung wird der Bauantrag dann im Regelfall denkmalrechtlich zügig und problemlos abgearbeitet.

Eine gesonderte denkmalrechtliche Genehmigung braucht in folgenden Fällen nicht beantragt zu werden:

  1.  bei einem Vorbescheid nach § 66 der Landesbauordnung*
  2.  bei einer Baugenehmigung nach § 67 der Landesbauordnung*
  3.  in einem vereinfachten Baugenehmigungsverfahren nach § 69  der Landesbauordnung*

In diesen 3 Fällen werden die Belange des Denkmalschutzes im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens von der Unteren Bauaufsichtsbehörde automatisch abgearbeitet (die Untere Bauaufsichtsbehörde beteiligt die Untere Denkmalschutzbehörde).

Bitte beachten Sie:

  1. in Verfahren nach § 68 der Landesbauordnung* (Genehmigungsfreistellung) ist es Aufgabe des Bauherrn, die denkmalrechtliche Genehmigung vor Baubeginn einzuholen
  2. für Maßnahmen an Baudenkmälern, für die keine Baugenehmigung erforderlich ist, wird sehr häufig eine denkmalrechtliche Genehmigung benötigt
  3. für Maßnahmen an Kulturdenkmälern oder im Umgebungsbereich von Kulturdenkmälern, für die (nach § 63 der Landesbauordnung*) keine Baugenehmigung erforderlich ist, wird sehr häufig eine denkmalrechtliche Genehmigung benötigt

*in der Fassung vom 22. Januar 2009 - letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert (Art. 1 Ges. v. 14.06.2016, GVOBl. S. 369)