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Archäologie ist auch in Schleswig-Holstein spannend und faszinierend. Die Archäologen stoßen z. B. auf Scherben von Gefäßen, auf Knochen, verkohlte Essensreste und Fischgräten. Aus diesen, auf den ersten Blick unbedeutend scheinenden Funden lassen sich zum Teil sehr erstaunliche Erkenntnisse über den Alltag vergangener Epochen gewinnen. Das ist auch der Grund, warum viele derjenigen, die sich einmal etwas intensiver mit der Archäologie beschäftigt haben, nicht wieder davon los kommen. Seit vielen tausend Jahren leben Menschen im heutigen Schleswig-Holstein. Die Spannbreite der archäologischen Spuren, die sie hinterließen, reicht von der Altsteinzeit bis hin zu Befestigungswerken der Neuzeit. 

Archäologie spielt sich nach Meinung vieler in fernen Ländern ab. So besichtigen manche im Urlaub gerne Grabungsstätten. Tatsächlich ist der Kreis Rendsburg-Eckernförde relativ reich an vorgeschichtlichen Hünengräbern aus der Stein- und der Bronzezeit und mittelalter-lichen Burghügeln, die typischsten denkmalgeschützten archäologischen Kulturdenkmale. 700 dieser Denkmale sind als Kulturdenkmale von besonderer Bedeutung in das Denkmalbuch eingetragen. Eines der bedeutendsten Denkmale ist das Danewerk, überwiegend ein Verteidigungswall, dessen östlichste Teile sich zwischen dem Windebyer Noor und der Schlei befinden. Vor allem der Osterwall, der die Halbinsel Schwansen schützte, ist hier für den Kreis Rendsburg-Eckernförde zu nennen. 

Der Boden ist sozusagen ein Archiv, in das nicht grundlos und ohne fachliche Beobachtung eingegriffen werden soll. Der Denkmalschutz gilt deshalb insbesondere auch den noch nicht entdeckten archäologischen Denkmälern. Durch zufällige oder geplante Bodeneingriffe, durch die systematische Erfassung archäologischer Denkmäler und die archäologische Denkmalforschung kommen nahezu täglich neue Bodendenkmäler hinzu oder werden genauer erforscht. 

Eingrabungen in archäologische Denkmale und / oder Bepflanzungen sind regelmäßig als zerstörend wirkender Vorgang zu bewerten, der im Einzelfall mit den Schäden einer Raubgrabung gleichgesetzt werden muss. 

Ein zu dichter Baumbestand auf Grab- oder Burghügeln vermindert unter anderem den Lichteinfall, so dass in der Folge Erosionsschäden an den Denkmalen auftreten. Es hat sich gezeigt, dass ein Bewuchs mit Gras das Erdreich am besten vor dem Wegspülen bei Regenfällen schützt. 

Archäologische Denkmale sollen vollständig und unbeschädigt an nach uns Kommende weitergegeben werden. Liegen Denkmale in Acker- oder Forstflächen, muss dort deshalb sehr sorgfältig gearbeitet werden; Vernünftige halten einen Sicherheitsabstand ein. Wenn also ein Blühstreifen von ca. 1 Meter als Pufferzone zwischen Hügel und Ackerfläche ange-legt werden würde, so hätten das Denkmal, die Natur und letztlich wir alle etwas davon. 

Die Untere Denkmalschutzbehörde und das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein (Obere Denkmalschutzbehörde) werden von mehreren ehrenamtlichen Vertrauensleuten unterstützt. Diese geben z. B. Anregungen zu Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen und nehmen bei Bedarf Kontakt zu Denkmaleigentümern oder Pächtern auf. 


Funde
 

(sinngemäß – und nicht vollständig! – aus dem Denkmalschutzgesetz)

Wer Kulturdenkmale entdeckt oder findet, hat dies unverzüglich unmittelbar oder über die Gemeinde der oberen Denkmalschutzbehörde mitzuteilen. Die Verpflichtung besteht ferner für die Eigentümerin oder den Eigentümer und die Besitzerin oder den Besitzer des Grundstücks oder des Gewässers, auf oder in dem der Fundort liegt, und für die Leiterin oder den Leiter der Arbeiten, die zur Entdeckung oder zu dem Fund geführt haben. Die Mitteilung einer oder eines der Verpflichteten befreit die übrigen. Die nach Satz 2 Verpflichteten haben das Kulturdenkmal und die Fundstätte in unverändertem Zustand zu erhalten, soweit es ohne erhebliche Nachteile oder Aufwendungen von Kosten geschehen kann.

Weiteres entnehmen Sie bitte dem Denkmalschutzgesetz; siehe Links zum Landesamt für Denkmalpflege und zum Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein.

Aktuelle Gesetze, Verordnungen und Erlasse des Landes Schleswig-Holstein können Sie im Übrigen auch unter der Öffnet externen Link in neuem FensterInternet-Adresse abrufen.