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Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis 21 Jahre haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Für die Überprüfung des Anspruchs auf Gewährung einer Eingliederungshilfe ist das Jugendamt zuständig. 

Die Bewertung der seelischen Gesundheit ist eine ärztliche Aufgabe. Sie erfolgt durch einen Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder einen in dieser Fachrichtung erfahrenen Arzt bzw. einen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten oder einen Psychologen. 

Anschließend erfolgt eine Bewertung der Auswirkungen der Beeinträchtigungen auf die Teilhabe der Kinder etc. am Leben in der Gesellschaft durch eine Fachkraft des Kreises. 


Verfahren:

Nach Antragstellung (von beiden sorgeberechtigten Elternteilen unterschrieben) werden die Eltern zu einem Gespräch eingeladen.

Hinsichtlich der Feststellung der Abweichung der seelischen Gesundheit ist eine Stellungnahme eines Arztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder einen in dieser Fachrichtung erfahrenen Arztes bzw. eines Jugendpsychotherapeuten oder eines Psychologen erforderlich. 

Auf dieser Grundlage erfolgen durch die Fachkräfte des Jugendamtes eine Bewertung der Auswirkungen der Beeinträchtigungen und eine Feststellung des Hilfebedarfs.

Wenn ein Hilfebedarf festgestellt und ein Hilfeplan erstellt ist, wird eine bedarfsgerechte Maßnahme eingeleitet.