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Landrat des Kreises Rendsburg von März 1939 bis Mai 1945

Vor seiner Ernennung zum Landrat war Julius Peters bereits im NS-Rechtsberaterwesen tätig. Aufgrund des Engagements in diesem Bereich gehörte er dem „Korps der Politischen Leiter“ an, das 1946 bei den Nürnberger Prozessen als „verbrecherische Organisation“ eingestuft wurde. Auch sein Aufstieg in den Führungszirkel des Rechtswahrerbundes in Schleswig-Holstein und Hamburg lässt darauf schließen, dass Julius Peters ein überzeugter Nationalsozialist war, der für die Interessen der NSDAP eintrat und sie vor Gericht zu verteidigen wusste. 

Im September 1939 wurde Peters mit Fürsprache seines Freundes, des Gaujuristenobmanns Theodor Fründt, sowie mit Unterstützung von Gauleiter Hinrich Lohse zum Landrat des Kreises Rendsburg ernannt. Um neben den verwaltungstechnischen Aufgaben auch die höchste Parteiautorität vor Ort ausüben zu können, wurde Peters noch im selben Monat zum Kreisleiter erhoben. 

Wiederholt wurde Peters in seiner Zeit als Landrat und Kreisleiter von der NSDAP geehrt, unter anderem mit der Dienstauszeichnung in Bronze und Silber sowie dem Kriegsverdienstkreuz. Im Kreis Rendsburg führte er ein parteitreues und linienkonformes Regiment. Er hatte Kenntnis von den Deportationen jüdischer Bürger und trug mit seinen Anordnungen zur schlechten Behandlung der ausländischen Zwangsarbeiter in Schleswig-Holstein bei. 

Als die britischen Truppen am 8. Mai 1945 in Rendsburg einrückten, setzte sich Landrat Peters für die kampflose Übergabe der Stadt ein. 


Das Gutachten stellt fest, dass Julius Peters ein überzeugter und aktivistischer Anhänger der NSDAP gewesen ist und in seinen Funktionen alles dafür getan hat, das nationalsozialistische Regime zu stützen und zu erhalten.