Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Landrat des Kreises Bordesholm von Oktober 1920 bis Januar 1921

Während der November-Revolution am Ende des Ersten Weltkriegs wurde Arthur Zabel vom Kieler Arbeiterrat zum Beigeordneten des Bordesholmer Landrats bestimmt. Der Mechaniker und Schlosser war also bereits mit den Verhältnissen in Bordesholm vertraut, als er im März 1920 zum stellvertretenden Landrat des Kreises ernannt wurde. Im Dezember wurde Zabel nach wenigen Wochen als kommissarischer Landrat dann offiziell vereidigt.

Sein Amt legte er aber bereits im Januar des folgenden Jahres nieder. Zabel beklagte fehlenden Rückhalt im Kreistag, negative Presseberichterstattung und Meinungsverschiedenheiten mit dem Regierungspräsidenten in Schleswig. Sein politisches Engagement weitete er in der folgenden Zeit gleichwohl aus. Neben der Gewerkschaftsarbeit saß er für die SPD in verschiedenen Gremien, unter anderem ab 1932 im preußischen Landtag. Er unterstützte somit die Weimarer Demokratie, die von den Nationalsozialisten vehement abgelehnt wurde.

Im Jahr 1933 musste Zabel diese Ämter niederlegen und wurde bis Jahresende in Schutzhaft genommen. Anschließend arbeitete er als Versicherungsfachmann. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er als Torpedoarbeiter im Marinewaffenbetrieb in Stettin eingezogen. Nach Kriegsende war er zunächst Leiter des Flensburger, später des Kieler Arbeitsamtes. Die britische Militärregierung äußerte keinerlei Bedenken gegen eine Beschäftigung des Gewerkschaftsfunktionärs im öffentlichen Dienst.


Das Gutachten stellt fest, dass es sich bei Arthur Zabel um einen Widerständler handelte. Er bewahrte während der NS-Zeit eine integre und antinationalsozialistische Haltung.