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Am 05.11.2020 wurde der erste Fall der Geflügelpest bei einem Wildvogel  in diesem Jahr im Kreis Rendsburg-Eckernförde nachgewiesen. Es handelte sich um das hochpathogene aviäre Influenza-Virus (HPAIV) des Typs H5N8.

Seitdem breitet sich die Geflügelpest sowohl im Kreisgebiet als auch in Schleswig-Holstein und anderen Regionen immer weiter aus.

Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine anzeigepflichtige und daher staatlich bekämpfungspflichtige Tierseuche, die bei gehaltenem Geflügel und Wildvögeln nach teilweise schweren Krankheitserscheinungen zu massenhaftem Verenden führen kann.

Das HPAI-Virus des Typs H5N8 wurde bisher nicht beim Menschen nachgewiesen.

Die Geflügelpest-Verordnung enthält Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen.

Da das Virus in den vergangenen Tagen bei Wildvögeln auch außerhalb von Regionen in Küsten- und Binnengewässernähe nachgewiesen wurde, ist die Aufstallung von Nutzgeflügel im gesamten Gebiet des Kreises Rendsburg-Eckernförde eine dringend gebotene Maßnahme zur Vermeidung des Eintrags des Virus durch Wildvögel in Nutzgeflügelbestände.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat heute (11.11.2020) eine aktualisierte Fassung einer Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel und das Verbot von Ausstellungen von Geflügel und in Gefangenschaft gehaltener Vögel anderer Arten zum Schutz gegen die Geflügelpest an die Geflügelhalter im Kreis Rendsburg-Eckernförde erlassen.

Die Allgemeinverfügung finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

Für alle Geflügelhalter im Land gilt, die allgemeinen Schutzmaßregeln, die in der Geflügelpest-Verordnung vorgeschrieben sind, konsequent umzusetzen. Hierzu zählt u.a., Geflügel nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen zu füttern und zu tränken. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sollen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Die veterinärmedizinische Untersuchung bei einem unklaren Krankheitsgeschehen im Bestand, erhöhten Verlusten in der Herde oder einer reduzierten Legeleistung sind ebenfalls vorgeschrieben. Darüber hinaus sind alle bislang noch nicht gemeldeten Geflügelhaltungen beim zuständigen Veterinäramt und beim Tierseuchenfonds anzuzeigen.

Weitere Informationen zur Geflügelpest sind hier zu finden: