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Vorlage - VO/2019/061  

Betreff: Steuerungsrelevante Handlungsfelder im Jugend- und Sozialdienst - Strategische Planung als Konsequenz der Organisationsuntersuchung
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:FB 3 Jugend und Familie Bearbeiter/-in: Voerste, Thomas
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Kenntnisnahme
11.09.2019 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

1. Begründung der Nichtöffentlichkeit:

 

./.

 

2. Sachverhalt:

 

 

Die Organisationsuntersuchung im Jugend- und Sozialdienst (JSD) wurde im Mai dieses Jahres abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden am 26.06.2019 im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Eine Reihe von steuerungsrelevanten Handlungsfeldern wurde identifiziert, aus denen jetzt ein umfassender Projektplan zur strategischen Weiterentwicklung des JSD abgeleitet und entwickelt werden wird. Folgende Handlungsfelder sind aus fachlicher und wirtschaftlicher Sicht dabei besonders hervorzuheben und sollen als strategische Ziele festgelegt werden:

 

  • Entwicklung und Vereinheitlichung von Standards und Verfahrensvorgaben
  • Weiterentwicklung der Steuerung und des Controllings
  • Stärkung der Rolle des JSD als zentraler Steuerungsakteur
  • Angemessene Personalausstattung im JSD

 

Um die strategischen Ziele konsequent auch auf der operativen Ebene verfolgen zu können, wird ein Personalmehrbedarf entstehen. Diesem Mehrbedarf stehen jedoch nennenswerte Einsparpotentiale gegenüber. Mit dieser Vorlage soll der Hauptausschuss frühzeitig über die Planungen informiert werden.

 

In der folgenden Tabelle werden die Potentiale und Mehraufwände übersichtlich aufgezeigt, welche sich durch das konsequente Verfolgen der strategischen Ziele ergeben.

 

Strategische Ziele

Operative

Ziele

Angestrebte Auswirkung

Einsparpotential in Euro

1.

Entwicklung und Vereinheitlichung von Standards und Verfahrensvorgaben, hier im Bereich der Hilfen zur Erziehung

  • Zielwert für Hilfen nach § 34 SGB VIII (Heimerziehung): 185 im Jahresdurchschnitt 2021, ohne UMA
  • Ausbau des Anteils von Pflegefamilien an allen stationären Hilfen auf 42% (Mittelwert Benchmark der Kreise)  bis Ende 2021
  • Verkürzung der durchschnittlichen Laufzeiten von Sozialpädagogischer Familienhilfe im Jahr  2020 auf 15 Monate (Stand 2019: 16 Monate Laufzeit)

 

  • Prozesse sind transparent und effizient,
  • Hilfeplanung als zentrales Steuer-ungsinstrument im Einzelfall ist gestärkt
  • Abbau /Verkürzung Einzelfallhilfen

Abbau von Einzelfallhilfen Heimerziehung um 7 im Jahresdurchschnitt:

ca. 300.000€ p.A.

 

Verkürzung von Laufzeiten ambulant um durchschnittlich einen Monat je Fall:

ca. 270.000€ p.A.

2.

Weiterentwicklung der Steuerung  und des Controllings

  • Transparenz der Entwicklung von Fallzahlen und des Aufwandes im JSD gesamt sowie in den einzelnen Fachgruppen
  • Controlling der Zielerreichung im Einzelfall
  • Stärkung von Wirkungsorientierung
  • Identifikation von Entwicklungen und Steuerungspoten-tialen sowohl auf Ebene des ganzen Kreises als auch auf Ebene der einzelnen Fachgruppen
  • Hilfen können passgenauer ausgestaltet werden

Unterstützt insbesondere das Erreichen der o.g. Ziele

3.

Stärkung der Rolle des JSD als zentraler Steuerungsakteur

 

  • Stärkung des Instruments Hilfeplanung
  • Klarstellung der Aufgaben des JSD in der Hilfeplanung
  • Neuordnung der Zusammenarbeit mit KiT42

 

  • Auf „Familienhorizonte“ (KiT42) ausgelagerte Aufgaben der Hilfesteuerung werden wieder durch den JSD verantwortet

ca. 300.000€ p.A.

 

4.

Angemessene Personalausstattung des JSD und des Controllings

  • Die Zahl der Fälle je Mitarbeitender/m sinkt auf 37 je Vollzeitäquivalent
  • Die Mitarbeitenden können den durch die Neuausrichtung gestiegenen Anforderungen gerecht werden
  • Das Controlling wertet Fallverläufe, Zielerreichungsgrade und Wirkfaktoren aus  und trägt zur Identifikation von Erfolgsfaktoren in der Hilfegestaltung bei (s.a. Punkt 2.)
  • Der durch die Neustrukturierung zusätzlich entstandene  Arbeitsaufwand im JSD ist gedeckt
  • Eine datenbasierte Auswertung von Hilfeverläufen trägt zur Steigerung der Passgenauigkeit von Hilfen bei. (s.a. Punkt 2)

Mehraufwand Personalkosten in Höhe von ca. 360.000€ p.A. (6 VzÄ Bachelor Soziale Arbeit)

 

Mehraufwand von ca 35.000€ p.A. (0,5 Stelle EG 11)

 

Dem Mehraufwand für Personal von ca. 395.000€  steht ein Einsparpotential von ca. 870.000€  gegenüber.

 

Mit dem Jugendhilfeausschuss ist vereinbart, dass die Gesamtplanung im Sinne eines Masterplanes dem Ausschuss nach Fertigstellung auf einem zusätzlichen Klausurtag im Herbst umfänglich dargestellt und erläutert werden wird.

 

 

Thomas Voerste

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Wie dargestellt

 

Relevanz für den Klimaschutz:

 

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