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Der aus dem Lateinischen stammende Begriff "Demenz" bedeutet übersetzt "weg vom Geist" oder "ohne Geist". Damit wird das wesentliche Merkmal des Krankheitsverlaufes beschrieben: Der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit.

Während zu Beginn der Krankheit die Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit stehen, kommen den Betroffenen im weiteren Verlauf der Krankheit die bereits eingeprägten Inhalte des Langzeitgedächtnisses abhanden. Die im Laufe des Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten gehen verloren.
Neben der abnehmenden Gedächtnisleistung verändern sich zudem Wahrnehmung, Verhalten und Erleben der erkrankten Menschen.

Die Gründe einer Demenzerkrankung können ganz unterschiedlich sein. Es sind bis zu 100 verschiedene Ursachen möglich.
Dabei werden grundsätzlich zwei Formen der Demenz voneinander unterschieden:

die primäre Form der Demenz und die sekundäre Form der Demenz.
Die primäre Form ist irreversibel (d. h. unumkehrbar). Hierzu zählt zum Beispiel die Alzheimer-Krankheit. Im Verlauf dieser Krankheit werden Nervenzellen im Gehirn und die Verbindungen der Nervenzellen untereinander zerstört.
Eine weitere primäre Form der Demenz ist die gefäßbedingte Demenz, auch vaskuläre Demenz genannt. Bei dieser Form kommt es infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn zu einem Absterben des Nervengewebes. Das Ausmaß der Durchblutungsstörung hat Einfluss darauf, wie stark die Demenzerkrankung ist.

Demenzen, die der sekundären Form angehören, sind Folgeerscheinungen anderer, meist außerhalb des Gehirns angesiedelter Grunderkrankungen. Diese können z. B. Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangelzustände oder chronische Vergiftungserscheinungen durch Alkohol oder Medikamente sein. Die Grunderkrankungen sind in der Regel behandel- oder zum Teil sogar heilbar. Durch eine Behandlung ist häufig auch eine Rückbildung der demenziellen Beschwerden möglich.

(vgl. Bundesgesundheitsministerium für Gesundheit 2011, "Wenn das Gedächtnis nachlässt. Ratgeber: von der Diagnose bis zur Betreuung", S. 7 - 11).