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Gleichberechtigung ist ein zentrales Element der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft und spielt daher auch bei der Integration von Zugewanderten eine wichtige Rolle.

Dem Kreis Rendsburg-Eckernförde wurden 2015/16 ca. 4200 Asylsuchende durch das Land zugewiesen. Von den 2016 Zugewiesenen waren ca. 42% weiblich.

Die Betrachtung von geschlechtsspezifischen Aspekten von Migration und Integration gehört auch zur Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten. Wesentliche Bedingungsfaktoren für eine gelingende Integration sind neben dem Zugang zur Arbeit, (informeller) Bildung und Sprachförderung die vorherrschenden Geschlechterrollenbilder bzw. der Abbau patriarchaler Geschlechterstereotype sowie die Vermittlung von Kenntnissen zur Gleichberechtigung in Deutschland und der Schutz vor Gewalt. 

Frauen auf der Flucht

Weltweit sind mehr als 45 Millionen Menschen auf der Flucht, 80 – 90 % von ihnen sind Frauen und Kinder. Doch nur die wenigsten von ihnen schaffen den langen Weg nach Europa. Frauen und Männer flüchten wegen Verfolgung aus politischen, ethnischen oder religiösen Gründen, wegen Armut, Hunger, Krieg und Folter. Frauen sind jedoch weiteren spezifischen Menschenrechtsverletzungen und Gewalterfahrungen ausgesetzt. Sie sind betroffen vom Kriegsmittel der angeordneten Massenvergewaltigungen, Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung und Zwangsprostitution, um nur einige zu nennen. 


In Deutschland werden die Flüchtlinge zunächst in den Landesaufnahmestellen untergebracht und dann nach einem festen Schlüssel auf die Kommunen verteilt. Mancherorts werden Flüchtlinge in Wohnungen bzw. in Wohncontainern untergebracht, anderenorts sogar in Zelten. Diese Situation ist besonders für Mädchen und Frauen, die sexueller Gewalt ausgesetzt waren und teilweise sind, unhaltbar. Sie benötigen einen angemessenen und geschützten Wohnraum, weibliche Ansprechpartnerinnen und weibliche Dolmetscher sowie geschlechtergetrennte Sanitäranlagen. Auch die gesundheitliche Versorgung, insbesondere von Schwangeren und Müttern, muß gewährleistet sein.