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Die Frauenerwerbstätigkeit steigt kontinuierlich an. Gründe sind u.a.: der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote, der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, das Elterngeld und betriebliche Angebote zur besseren Vereinbarkeit. Allerdings arbeiten die meisten Frauen in Teilzeit. Steuerliche Anreize wie das Ehegattensplitting, familiäre Betreuungsverpflichtungen und Haushaltsaufgaben führen dazu, dass Frauen weniger arbeiten und daher auch weniger verdienen. Elternschaft bleibt für Frauen ein Karrierehemmnis. 

Bei Männern wirkt sich die Elternschaft in deutlich geringerem Umfang auf die Arbeitszeiten aus. Bis zu 35% der Väter nehmen zwei Monate Elternzeit in Anspruch. Danach arbeiten Männer zumeist wieder in Vollzeit, nur jeder 10. Mann arbeitet Teilzeit.  Deutlich mehr Männer übernehmen trotz Elternschaft Führungspositionen.


Audit berufundfamilie

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde bietet familienbewusste Personalpolitik an und ist dafür im Jahr 2016 zum familienfreundlichen Arbeitgeber zertifiziert worden. Der Kreis bietet u.a.:

  • flexibel vereinbarte Arbeitszeit und Gleitzeit
  • Freistellungen (Krankheit des Kindes, Pflege von Angehörigen)
  • Sonderurlaub
  • flexibel vereinbrarte Teilzeitarbeit
  • Telearbeit
  • mobiles Arbeiten
  • Notfallbetreuung für Kinder und pflegebedürftige Angehörige
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement

Des Weiteren hat der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterPflegestützpunkt einen starken Partner an seiner Seite, der die Beschäftigten aber auch die Bürgerinnen und Bürger in Fragen rund um die Pflege fachgerecht beraten kann. 

 

Entgeltgleichheit

Überall in Europa verdient der Großteil der Frauen weniger als Männer. Bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt acht Prozent weniger als ihre Kollegen (bereinigte Lohnlücke). Das statistische Bundesamt beziffert die unbereinigte Lohnlücke auf 22 Prozent. Gründe: 

  • Viele Frauen arbeiten in "typischen Frauenberufen", die schlechter entlohnt sind als Männerberufe. Dies sind u.a. Gesundheits-, Pflege- und Betreuungsberufe. Die Arbeitsleistung in diesen Berufen wird geringer bewertet und entlohnt als die Arbeitsleistung in technischen oder handwerklichen Berufen (sogenannte MINT Berufe).
  • Führungspositionen, Tarifkommissionen (Gewerkschaften) und politische Ämter sind mehrheitlich von Männern besetzt. Die Belange von Frauen werden dementsprechend weniger berücksichtigt.
  • Frauen haben häufigere und längere familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und -reduzierungen als Männer.

Alleinerziehende Mütter und Väter

Knapp jede fünfte Familie mit mindestens einem minderjährigen Kind hat eine/n alleinerziehende/n Mutter bzw. Vater. Unter den Alleinerziehenden sind Mütter in der großen Mehrheit (fast 90 %). Daran hat auch die Reform des Sorgerechts in 2013 nichts geändert. Bis das jüngste Kind im schulpflichtigen Alter ist, steigen alleinerziehende Mütter häufiger als in Partnerschaft lebende Mütter ganz aus dem Erwerbsleben aus oder arbeiten im Minijob. Häufig sind sie zusätzlich auf staatliche Grundsicherung angewiesen. Das Armutsrisiko für diese Familien ist erhöht.

Beratung und Unterstützung:


Verband alleinerziehender Mütter und Väter 

Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
Kiellinie 275
24106 Kiel
Tel. 0431-5579150 

 

Diakonie Rendsburg-Eckernförde 

Geschäftsführung
Prinzenstr. 13
24768 Rendsburg
Telefon: (0 43 31) 69 63 50 

 

Beratungsstelle Frau&Beruf 

Kaiserstraße 26
24768 Rendsburg
Tel.: 04331 – 943 9105