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 Der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit Kreissitz in Rendsburg (Kfz.-Kennzeichen: RD und ECK) liegt in der Mitte Schleswig-Holsteins und ist der größte Kreis des Landes mit 2186 Quadratkilometern und rund 267 500 Einwohnern.
In der kommunalen Gliederung umfasst der Kreis vier Städte, drei amtsfreie Gemeinden und 165 Gemeinden in 14 Ämtern.

In diesem Jahrzehnt – 2017 – feiern die Kreise in Schleswig-Holstein ihr 150-jähriges Bestehen. Als Folge der Auseinandersetzungen um die Zukunft der Herzogtümer Schleswig und Holstein und des Krieges mit Dänemark wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als preußische Provinz die Verwaltung neu organisiert und die Kreise Rendsburg und Eckernförde gebildet.

Am 26. April 1970 erfolgte die Zusammenlegung der Kreise Eckernförde und Rendsburg zum heutigen Kreis Rendsburg-Eckernförde, nachdem bereits 1932 der Kreis Bordesholm aufgelöst und große Teile zum Kreis Rendsburg kamen. Der Name des neuen Kreises ergab sich fast zwangsläufig aus den beiden Gebietskörperschaften und der Tatsache, dass damit Gemeinsamkeiten unterstrichen werden sollten. So verwundert es nicht, dass in der ersten gemeinsamen Zeit auf die paritätische Besetzung kommunaler Gremien wie etwa des Kreisausschusses geachtet und die finanzielle Förderung beider „Kreisteile“ genau beobachtet wurde. Dies alles war nach rund 15 Jahren überwunden und so sind mit Rendsburg und Eckernförde zwei kulturelle Zentren entstanden, die weit in ihr Umland ausstrahlen und einen maßgeblichen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung des Kreises haben.

Beide Städte blicken auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. 
Rendsburg: 1199 erstmalig erwähnt, Verleihung der Stadtrechte 1339, mit rund 28.000 Einwohnern; Eckernförde: 1302 erstmals als Stadt erwähnt, mit heute 22.000 Einwohnern. Die Kreisstadt Rendsburg war seit 1665 jahrhundertelang dänische Garnisons- und Festungsstadt. Dies ist im Stadtbild auch heute noch unverkennbar. Der Blick über den Paradeplatz zu dem Hohen und Niederen Arsenal macht Geschichte lebendig.

Genauso strahlt Eckernförde mit der historischen Altstadt und den vielen kleinen Geschäften eine besondere Atmosphäre aus. Da Eckernförde durch seine Lage an einer breiten Bucht der Ostsee sehr begünstigt ist, bestimmt der Tourismus das Leben der Stadt und des Umlandes. Die ehemals dominierende Fischverarbeitung – die Kieler Sprotten kommen aus Eckernförde – ist in der Bedeutung stark zurückgegangen. Wirtschaft und Handel bestimmen heute die Stadt, und auch die Bundeswehr mit rund 1800 Soldaten sowie der Wehrtechnischen Dienststelle prägt Eckernförde.

Zu den besonderen Highlights zählt das „GREEN SCREEN-Festival“, das größte Festival mit Naturfilmen aus aller Welt. Der große Naturfilmer Heinz Sielmann hat bei der Gründung mitgewirkt.

Die Stadt Rendsburg gilt demgegenüber als „heimliche“ Hauptstadt Schleswig-Holsteins. Sie ist Landesbauernstadt mit allen großen landwirtschaftlichen Institutionen im Wirtschaftsraum Rendsburg und der größten landwirtschaftlichen Messe – der Norla – in Deutschland.

Der Nord-Ostsee-Kanal (Einweihung 1895) bestimmt als größte künstliche Wasserstraße der Welt Wirtschaft und Handel – Kanalbrücke und Schwebefähre zeugen von der großen Ingenieurkunst bereits im 19. Jahrhundert. Die Zeit als Garnisonsstandort endete im Zuge der Bundeswehrreform im Jahr 2008, sehr zum Unwillen der Bevölkerung.

Dies sind nur einige Schlaglichter auf die beiden großen Städte Rendsburg und Eckernförde. Im Öffnet externen Link in neuem FensterBildband des Kreises Rendsburg-Eckernförde aus dem Jahre 2015 sind weitere Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten aufgeführt, die den Kreis besonders prägen.