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Die Stadt Rendsburg hat gemeinsam mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde und den assoziierten Partnern, dem Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der WEG Uhrenblock, ein integriertes Quartierskonzept für das Gebiet „Neuwerk Süd“ in Rendsburg in Auftrag gegeben.

Das Konzept wurde durch die in der Zeit März bis Dezember 2014 erarbeitet und abgeschlossen.

Ziele der Konzeptionierung waren:

  • Die Betrachtung der für das Quartier maßgeblichen Energieverbrauchssektoren (insbes. komm. Einrichtungen, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Industrie, private Haushalte) und deren Energieeinspar- und Effizienzpotenziale.

  • Aussagen zu baukulturellen Zielstellungen unter Beachtung der Denkmale und erhaltenswerter Bausubstanz sowie bewahrenswerter Stadtbildqualitäten

  • Gesamtenergiebilanz des Quartiers als Ausgangspunkt sowie als Zielaussage für die energetische Stadtsanierung

  • Benennung konkreter energetischer Sanierungsmaßnahmen und deren Ausgestaltung

  • Aussagen zu Kosten, Machbarkeit und zur Wirtschaftlichkeit der Sanierungsmaßnahmen 

Kurzfassung der Ergebnisse der Konzeptionierung

Die Gesamtfläche des Gebiets beträgt 18,5 ha bei einer maximalen Ausdehnung von 900m. Die Summe der Gebäudegrundflächen beträgt rund 60.000m², die beheizten Nutzflächen über 180.000m². Es sind weit überwiegend „geringe“ Modernisierungsstände anzutreffen. Als „mittel- bis größtenteils modernisiert“ ist kein Gebäude im Gebiet einzuschätzen. Vergleicht man die Bestandserhebung im Gebiet Neuwerk-Süd mit Ergebnissen einer Schleswig-Holsteinischen Studie, so zeigt sich, dass in diesem Teil Rendsburgs im Vergleich zum schleswig-holsteinischen Durchschnitt noch wenig modernisiert wurde.

Die haustechnischen Anlagen etlicher größerer Liegenschaften im Untersuchungsgebiet haben dagegen ihr Zyklusende erreicht. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Wärmeerzeugeranlagen, weniger um die Wärmeverteilung. Ein Austausch oder eine grundsätzliche Neukonzeption der Versorgung steht zeitnah an. 

 

Erste Ansätze

Baulich-energetische Maßnahmen sind aus wirtschaftlichen und vor allem aus ästhetisch-städtebaulichen Gründen nur begrenzt durchführbar. Sie beziehen sich eher auf oberste Geschossdecken, Kellerdecken oder Fenster, sofern sich diese instandsetzungsbedürftig oder wirksam energetisch verbesserungsfähig erweisen. Bei der Begehung des Quartiers sind nur wenige instandsetzungsbedürftige Gebäude aufgefallen. Bei den übrigen Gebäuden mit nicht ausgebauten Satteldächern könnten die obersten Geschossdecken sinnvoll gedämmt werden, bei tatsächlich kalten Kellern auch die Kellerdecken. Der bauliche Maßnahmenumfang bleibt begrenzt.

Der Schwerpunkt der energetischen Maßnahmen wird daher im Bereich der Haus- und Versorgungstechnik liegen. Die energetische Stadtsanierung für das Quartier "Neuwerk-Süd" in Rendsburg bietet die Chance eine energetische Vernetzung der großen Liegenschaftskomplexe der Stadt, des Kreises, des Landes, des Bundes und eines größeren Immobilienunternehmens innerhalb des Quartiers herbeizuführen. Für die Mehrheit dieser Liegenschaften besteht ein gewisser Handlungsdruck, da insbesondere die wärmetechnischen Versorgungssysteme erneuerungsbedürftig sind. Über die Vernetzung dieser Liegenschaften lassen sich dann Einzeleigentümer von Wohn- und Gewerbeimmobilien mittelfristig über entsprechende Teilnahmeangebote mit einbinden.

 

Verbrauchssektoren

Der gesamte jährliche Heizenergieverbrauch (ohne Trinkwarmwasser) liegt im Quartiersgebiet bei 25.600 MWh. Rund ein Viertel davon entfallen auf Wohngebäude und drei Viertel auf Nichtwohngebäude. 

Versorgungsstruktur

Das Gebiet wird von den Stadtwerken mit Gas und Strom versorgt. Nah- oder Fernwärme stehen zurzeit noch nicht zur Verfügung. Für Teile des Gebietes werden parallel die Möglichkeiten zur kurzfristigen Abstimmung des Konzeptes mit anstehenden dringenden Modernisierungsmaßnahmen der Gebäudetechnik sondiert. 

Mögliche Energieversorgungsstruktur

Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 04.05.2015) kann hier noch nichts Näheres über eine potentielle neue Energieversorgungsstruktur berichtet werden. 

Näheres hierzu folgt.