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Bereits am 1. Oktober 1913 gründete der schleswig-holsteinische Städteverein die Verwaltungsbeamtenschule mit Sitz in Kiel. Die Verwaltungssschule ist damit die älteste überregional tätige Aus- und Fortbildungsstätte für die öffentliche Verwaltung in Deutschland.

Ihre wesentliche Aufgabe ist es, den Nachwuchs für die Kommunalverwaltungen auszubilden sowie den dort Beschäftigten vielfältige und zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen anzubieten. Der 1993 fertiggestellte Neubau liegt in landschaftlich reizvoller Lage am Bordesholmer See. Er bietet unter anderem 19 Lehrsäle/Tagungsräume, 4 Gruppenräume, 194 Gästezimmer sowie dieverse Freizeiteinrichtungen.

In der großzügig gestalteten Eingangshalle finden ständig wechselnde Ausstellungen statt. Zu ihrem kostenlosen Besuch ist jedermann herzlich eingeladen.
Institutionen, die sich mit Aus- und Fortbild befassen, insbesondere diejenigen, woran die öffentliche Hand beteiligt ist, können für eigene Veranstaltungen (zum Beispiel Tagungen, Seminare) jederzeit Lehrsäle und Gästezimmer mieten. Das Haushaltsvolumen (2003) beträgt rund 5,3 Millionen EURO.

Ausbildung
Die Verwaltungsakademie ist im Ausbildungsbereich über die überbetriebliche Ausbildung der Verwaltungsfachangestellten und die Qualifizierung der Angestellten (Angestelltenprüfungen I und II) hinaus auch für die fachtheoretische Ausbildung der Beamten des mittleren allgemeinen Verwaltungsdienstes zuständig. Außerdem sorgt die Verwaltungsakademie für die Eintragung und Betreuung der Berufsausbildungsverhältnisse für die öffentliche Verwaltung sowie für die Abnahme der Prüfungen.

Fortbildung
Die Verwaltungsakademie erfüllt den ihr erteilten Fortbildungsauftrag vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen. Die Einführung neuer Steuerungsinstrumente ermöglicht auch eine grundlegende Modernisierung der kleineren Verwaltungen in Schleswig-Holstein. Überkommene Arbeitsweisen werden auf den Prüfstand gestellt, neue entwickelt. Die Effizienz soll gesteigert, Dienstleistungen sollen sich stärker an Kundenbedürfnissen, Qualität und Kosten orientieren. Diese Entwicklungen haben quantitative als auch qualitative Veränderungen bei den Anforderungen an die Führungskräfte, Mitarbeiter/innen und sowie ehrenamtlichen Mandatsträger zur Folge.

Hier setzt das Fortbildungsangebot der VAB an. Durch ein vielseitiges Seminar-Angebot werden die Teilnehmer über Ziele, Methoden und Instrumente eines moderen Verwaltungsmanagements informiert. Begriffe wie Mitarbeiterführung und Teamentwicklung, Haushaltsmanagement und Controlling, Qualitätsmanagement, Projektmanagement und Kundenorientierung werden praxisorientiert mit Leben erfüllt. Daneben bildet die klassische berufsbegleitende Fachfortbildung aufgrund gesetzlicher Neuerungen oder Veränderungen notwendigerweise den Schwerpunkt unseres Handelns.

Durch Inhouse-Seminare/Workshops/Beratung/Coaching wurden gerade die Veränderungsprozesse in den Verwaltungen unterstützt. Dieses Geschäftsfeld mit individuellen Angeboten unter anderem zu Führungskräfteentwicklung, Prozessmanagement, zu Moderatorenschulung und Teamorientierten Zusammenarbeit hat mittlerweile einen Anteil von rund 17 Prozent erreicht. Dazu gehört auch die Begleitung des Modell-Projekts "K.I.L.O." - eine Initiative der Ämter Bad Bramstedt-Land, Molfsee, Moorrege, Siek, Tellingstedt und Treene unter Federführung des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages - durch Seminare und Mitarbeiter im Strategiebeirat.

Das jährliche Fortbildungsprogramm umfasst rund 350 Themenstellungen für Fach- und Führungskräfte sowie Mandatsträger. Durchgeführt werden die annähernd 500 Veranstaltungen zu 45 Prozent in der Verwaltungsakademie Bordesholm und zu 38 Prozent an 7 weiteren Standorten in Sankelmark (SL-FL), Schleswig (SL-FL), Weissenhäuser Strand (OH), Bad Malente-Gremsmühlen (OH), Bad Segeberg (SE), Bad Bramstedt (SE), St.-Peter-Ording (NF) sowie bei den Auftraggebern mit Inhouse-Seminaren.

Kooperationen bestehen mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen (DGP), der Technischen Akademie Wuppertal (TAW), dem Haus der Technik in Essen sowie der KGSt Köln (auch als Mitgleid in verschiedenen Arbeitskreisen).