Energie- und Umweltmanagement
Ein achtsamer und schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Schutz des Klimas sind Aufgaben, denen sich auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde stellt. Daher wurde im Oktober 2009 zusätzlich zur Energieleitstelle eine Stelle für den Bereich Klimaschutz geschaffen, um über das eigene Gebäudemanagement hinausgehende Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen anzustoßen und umzusetzen.
Das größte Einsparpotential für Energie und damit CO2 bietet der Gebäudebestand. So ist in Schleswig-Holstein der Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden mit über 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Bundesvergleich sehr hoch. Zur Information einer breiten Öffentlichkeit über die vielfältigen Möglichkeiten der Energieeinsparung in Wohngebäuden wurde im Rahmen der Energietage E² im April 2010 in Rendsburg die Wanderausstellung „Unser Haus spart Energie- gewusst wie“ (
www.haus-macht-klima.de) präsentiert.
Zusätzlich wird Anfang 2011 eine Baubroschüre für den Kreis Rendsburg-Eckernförde erscheinen, die neben allen wichtigen Informationen und Ansprechpartnern rund um den Bauantrag auch viele Hinweise zum energiesparenden und ökologischen Bauen und dafür zur Verfügung stehende Fördermittel (z.B. von der
KfW) enthält. Die Broschüre wird dann in gebundener Form in der Kreisverwaltung und in allen Ämtern ausliegen.
Um auch innerhalb der Kreisverwaltung einen schonenden Umgang mit Ressourcen zu gewährleisten, nehmen die beiden Verwaltungseinheiten in Rendsburg und Eckernförde seit Anfang 2001 am europaweit anerkannten Ökoaudit teil. Grundlage hierfür ist eine Verordnung der EU (genannt: EMAS ), die den Rahmen für die Einführung eines Umweltmanagement-Systems setzt, dessen Qualität immer wieder überprüft wird.
Diese Überprüfung durch einen externen Umweltgutachter hat die Kreisverwaltung auch für 2009 erfolgreich abgeschlossen. Der Kreis trägt also dafür Sorge, den Material-, Heizwärme- und Strombedarf durch vorausschauende und intelligente technische Maßnahmen zu senken (s.
Umwelterklärung 2009). Aus Gründen der Haushaltskonsolidierung wird es in Zukunft allerdings keine weitere Überprüfung durch einen externen Gutachter mehr geben. Die Daten zum Energieverbrauch werden dann Teil des nunmehr jährlich erscheinenden Energieberichts sein (
www.energieleitstelle.de). In gedruckter Form ist die aktuelle Umwelterklärung der Kreisverwaltung bei der Klimaschutz-Stelle (s. u.) erhältlich.
In dem zweiten großen Sektor, in dem Privathaushalte einen sehr hohen Energiebedarf haben, dem Individualverkehr, beteiligt sich der Kreis Rendsburg-Eckernförde weiterhin als Vorreiter in Schleswig-Holstein an der Einführung eines Pendlerportals. Dabei handelt es sich um eine internetgestützte Plattform, die auf der Homepage des Kreises und anderer Gebietskörperschaften installiert ist. Insbesondere Pendlern wird ermöglicht, Fahrgemeinschaften unkompliziert und auch im ländlichen Raum zu bilden.
Möglichkeiten für den Klimaschutz auf regionaler Ebene für Gemeinden und ihre Bürger hat die „Regionale Klimakonferenz Mittelholstein“ (
Programm_Mittelholstein) aufgezeigt, die im Oktober 2010 stattfand. Der Kreis hat als Mitveranstalter diese Konferenz organisatorisch unterstützt. Die Gemeinde Quarnbek war die glückliche Gewinnerin eines Preises von 5 Thermographieaufnahmen für die gemeindeeigenen Gebäude, den der Kreis für diese Konferenz gestiftet hatte.
Neben der Einsparung von Energie und der Steigerung der Energieeffizienz ist der Einsatz von erneuerbaren Energien ein wesentlicher Bestandteil bei allen Konzepten zur Minderung des CO2-Ausstoßes. Durch die umfassende Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (
EEG) haben sich diese Technologien vor allem im ländlichen Raum stark ausgeweitet. Um sich ein genaueres Bild über den Umfang der Nutzung der erneuerbaren Energien im Kreisgebiet machen zu können, wurde der
Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien 2010 im Kreis Rendsburg-Eckernförde erstellt, der den jetzigen Stand für die Bereiche Wind, Solar, Biomasse und Geothermie darstellt und auf dessen Grundlage nun die weitere Entwicklung beobachtet werden kann. Eine Fortsetzung des Berichtes für 2011 ist geplant.
Weitere Informationen erhalten Sie bei
Dr. Claudia Mollenhauer
FB 5 Planung/Klimaschutz
Zimmer 415
Tel.: 04331 / 202-268
E-Mail: Claudia.Mollenhauer(at)kreis-rd.de




