Selbsthilfe

Selbsthilfegruppen sind neben den professionellen Anbietern ein weiterer zentraler Teilbereich in der Suchtkrankenversorgung. In ihnen schließen sich Betroffene und/oder Angehörige zusammen, deren erklärtes Ziel es ist, mit der Sucht und ohne Suchtmittel zu leben. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit Suchterkrankungen bilden die Gruppenmitglieder eine Gemeinschaft, die in der Lage ist, bei auftretenden Problemen sachkundig und verstehend zu helfen.

Durch zahlreiche öffentliche Aktivitäten schaffen sich die Selbsthilfegruppen ein großes Forum und erreichen dadurch eine höhere Akzeptanz gerade auch bei Nichtbetroffenen.

Wahrgenommene Aufgaben werden ehrenamtlich geleistet, hierzu zählen in nicht geringem Umfang ausführliche Beratungsgespräche, die von qualifizierten Gruppenmitgliedern (ausgebildete Suchthelfer) durchgeführt werden und bei denen jeder Ratsuchende herzlich willkommen ist. Weiterhin werden Gesprächskreise gebildet, in denen Interessierte Erfahrungen austauschen können. Für Räumlichkeiten und sachkundige Leitung sorgen die Selbsthilfegruppen. Dieser Dienst an der Allgemeinheit wird notwendigerweise zum Teil öffentlich unterstützt, ansonsten sind die Selbsthilfegruppen auf Eigenfinanzierung angewiesen.

Kontaktstelle im Selbsthilfebereich ist KIBIS, aber auch die Beratungsstellen stehen mit ausführlichen Informationen zur Verfügung.

Vertreter der Selbsthilfe sind auch zwischenzeitlich bestellte Mitglieder in der Besuchskommission gemäß § 26 PsychKG.

Ein Verzeichnis der im Kreis befindlichen Selbsthilfegruppen kann dem Wegweiser der Suchthilfe entnommen werden.