Was ist ein Pflegekind?

Von einem Pflegekind wird gesprochen, wenn ein Kind oder ein(e) Jugendliche(r), vorübergehend oder dauerhaft nicht bei den Herkunftseltern, sondern in einer anderen Familie (Pflegefamilie) lebt und betreut wird. Die Familie ist für die Sozialisierung eines Kindes in der Regel am besten geeignet. Dies gilt insbesondere für jüngere Kinder. Für diese ist eine längerfristige Fremdunterbringung in einer Jugendhilfeeinrichtung nicht geeignet, denn Emotionalität, Individualität und Geborgenheit können sie dort nur begrenzt erfahren. Vor allem für Kinder bis zum Alter der Vorpubertät ist die Pflegefamilie ein idealer Ort der Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung.

Die Familienerziehung kann durch keine andere Institution ersetzt werden. 

Pflegekinder …  

  • sind Kinder, die für eine bestimmte oder unbestimmte Zeit oder auf Dauer nicht in ihrem Elternhaus leben können.
  • können Babys, Klein-, Schulkinder oder Jugendliche sei.
  • sind Mädchen oder Jungen und haben manchmal Geschwister, die gerne zusammenbleiben möchten.
  • kommen aus Familien, die durch Probleme und Krisen belastet sind.
  • haben meist noch Kontakt zu ihrer Herkunftsfamilie, der für die Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung wichtig ist
  • bringen ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Erfahrungen mit.
  • haben auf Grund ihrer Erfahrungen aus der Vergangenheit oft Schwierigkeiten, Bindungen zu anderen Menschen einzugehen und zu Vertrauen.
  • haben besondere, auch manchmal schwierige Verhaltensweisen, aber ebenso ihre eigenen, besonderen Stärken.
  • brauchen Menschen, die sich zuverlässig und liebevoll um sie kümmern und sie in ihrer Entwicklung unterstützen.
  • bringen neues Leben und viele Erfahrungen in Ihre Familie.