Mumps

  • Am häufigsten erkranken Kinder zwischen dem 4. und 15. Lebensjahr an Mumps. Im allgemeinen beginnt die Erkrankung mit Abgeschlagenheit, erhöhter Temperatur, Kopf-, Hals-, und Ohrenschmerzen. Danach kommt es zum Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen, d.h. der Patient hat dicke Wangen und Schmerzen beim Kauen.
  • Bereits eine Woche vor Beginn dieser Schwellung kann der Patient Kontaktpersonen mit dem Krankheitserreger infizieren.
  • Auch die Mumpserkrankung verläuft nicht immer komplikationslos. Es können Hörschäden zurückbleiben und in einigen Fällen kommt es auch zur Erkrankung des zentralen Nervensystems. Auch Jugendliche und Erwachsene können an Mumps erkranken. Dies kann beim Mann zu Hodenentzündung und in seltenen Fällen bei Frauen zur Entzündung der Eierstöcke führen. Hier helfen keine Medikamente, so daß Sterilität die Folge sein kann. Eine Impfung bietet Schutz vor der Mumps-Erkrankung und ihren Komplikationen.

Definition

Mumps ist eine akute, generalisierte Viruserkrankung, die meist durch schmerzhafte Speicheldrüsenschwellung, mitunter durch Mitbeteiligung des zentralen Nervensystems (ZNS), Pankreas und Keimdrüsen oder selten auch von anderen Organen charakterisiert ist.

Übertragung

Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion also durch Niesen, Husten, Geschirr, Besteck oder durch unmittelbaren Kontakt wie z.B. Küssen übertragen. Ohne systematische aktive Immunisierung erfolgt die Infektion am häufigsten zwischen dem 5. und 9. Lebensjahr. Bis zum 15. Lebensjahr ist eine Durchseuchung von etwa 90% erreicht.

Inkubationszeit

Von der Infektion bis zum Krankheitsausbruch dauert es durchschnittlich 17 bis 21 Tage.

Symptome

- In Phase 1, dem Prodromalstadium:

  • Dauer 3 - 5 Tage
  • Leichtes bis mäßiges Fieber, Reizhusten, Rhinitis also ein Nasenschleimhautentzündung und Bindehautentzündung
  • Koplik-Flecken sind typisch für dieses Krankheitsbild, dies sind kleine Flecken in der Mundschleimhaut

- Phase 2, das Exanthematische Stadium ist gekenzeichnet durch:

  • Plötzlicher Fieberanstieg
  • Stark reduzierter Allgemeinzustand
  • Fleckförmiges, hochrotes, bei schweren Verläufen ineinanderfließender Ausschlag
  • Meistens hinter den Ohren beginnend und dann über den ganzen Körper ausbreitend
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Abblassen des Ausschlags am 3. Tag

Komplikationen

  • Mittelohrentzündung
  • Lungenentzündung
  • Herzmuskelentzündung
  • Hirnhautentzündung (in Promillebereich)
  • Hodenentzündung mit möglicher Zeugungsunfähigkeit

Diagnostik

  • Typische klinische Erscheinungsform
  • Virusisolierung und Nachweis
  • Serologie

Therapie und Prophylaxe

Eine spezifische Therapie also eine Bekämpfung des Virus mit Medikamenten ist nicht möglich, aber symptomatische Maßnahmen sind erforderlich und hilfreich. Die Therapie bei der Hodenentzündung ist vielfach konservativ z. B. mit Kortikosteroiden und chirurgisch versucht worden, aber ohne klare Erfolge.

Zur Impfung steht ein Lebendimpfstoff (aktive Impfung) zur Verfügung. Eine Gabe von Antikörpern gegen den Virus also eine passive Impfung ist, anders als bei den Masern, nicht möglich.