Madenwürmer
Madenwürmer (Oxyurien)
Störenfriede in der Nacht
Wie sehen Madenwürmer aus?
Viele Kinder haben irgendwann einmal für kurze oder längere Zeit Madenwürmer im Darm. Man kann sie dann häufig auf der Stuhloberfläche sehen: weißliche, fadendün-ne, nur bis zu 12mm lange Lebewesen, die sich meist lebhaft bewegen. Auch Erwachsene könne sich anstecken.
Welchen Schaden richten sie an?
Madenwürmer verursachen in der Regel keine ernsten Gesundheitsstörungen, können bei den Betroffenen aber doch sehr lästig sein. Bei der Eiablage verursachen die Weibchen mehr oder weniger starken Juckreiz, der empfindliche Kinder um den Schlaf bringen kann. Durch Kratzen kann es auch zur Hautentzündungen kommen. In seltenen Fällen wandern Madenwurmweibchen bei Mädchen in die Scheide und reizen dort die Schleimhaut.
Wie erfolgt die Ansteckung?
Die Ansteckung erfolgt, wenn Eier mit ansteckungsfähigen Larven in den Mund kommen. Das kann auf sehr viele Weisen geschehen. Beim Kratzen am juckenden After bleiben solche Eier an den Fingern kleben oder geraten unter die Fingernägel. Von dort gelangen sie entweder direkt in den Mund oder erst auf Nahrungsmittel, Spielzeug, Türgriffe, Armaturen, Wäsche, Handtücher, Möbelstücke u.a. Ansteckungsfähige Wurmeier finden sich auch im aufgewirbelten Bettstaub, im Staub von Wohnräumen, Kindergärten, Schulen und im Badewasser.
Was läßt sich gegen Madenwürmer tun?
Die Madenwürmer selbst werden schnell, zuverlässig und schonend mit einem modernen Wurmmittel vernichtet. Zwei Einnahmen im Abstand von einer Woche genügen. Da in einer Familie oder Wohngemeinschaft meistens nicht nur einer von Madenwürmern befallen ist, sollten alle, die zusammenleben, die Behandlung vorsorglich mitmachen, um einer Wiederansteckung aus der allernächsten Umgebung vorzubeugen. Allerdings sollten Schwangere in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft mit der Behandlung warten.
Um Eine Wiederansteckung zu vermeiden, müssen auch die larvenhaltigen Madenwurmeier bestmöglich entfernt werden. Das erfordert vorübergehend ein paar Mühen:
- Jeden Morgen gründlich duschen oder waschen, häufiger als sonst die Hände waschen und Fingernägel bürsten; die Fingernägel kurz schneiden; nicht an den Nägeln kauen.
- Nach jeder Behandlung sollten kochbare Baumwollunterhosen von allen Familienmitgliedern bei Tag und Nacht angezogen werden, insgesamt zwei Wochen lang. Besonders bei Kindern, die unkontrollierter Kratzen als Erwachsene, sollten die Höschen dicht am Bein abschließen. Die bei Nacht getragenen Unterhosen sind besonders eihaltig; sie müssen morgens gegen frische ausgetauscht werden und getrennt von nicht-kochbaren Textilien aufbewahrt werden. Die Wurmeier werden vernichtet, wenn die Wäsche gekocht und heiß getrocknet (Wäschetrockner) bzw. gebügelt wird.
- Kein Ausschütteln von Unter-, Nacht- oder Bettwäsche. Die Wurmeier wirbeln in die Atemluft und werden eingeatmet.
- Nach jeder Behandlung besonders den Fußboden der Schlafräume gründlich reinigen, feucht oder mit dem Staubsauger, um ausgestreute Eier zu beseitigen.
- Häufiger als sonst den Toilettensitz abwischen.
- Die Speisen vor Fliegen schützen; sie könnten nämlich Madenwurmeier auf Nahrungsmittel übertragen.




