Landestheater

Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester

Theater GmbH im Norden
Das Schleswig-Holsteinische Landestheater ist die größte Landesbühne der Bundesrepublik. Gründungsdatum des als GmbH geführten Landestheaters ist der 1. August 1974.
19 Gesellschafter-Städte, -Kreise, und -Gemeinden zeichneten damals unterschiedliche Anteile am Stammkapital. Damit können sie selbst die jährlichen Vorstellungsanzahlen in den einzelnen Orten festlegen. Anders als bei den weiteren Landesbühnen ist dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater damit die Vorstellungszahl garantiert.

Finanznöte führten zur Fusion
Ausgangspunkt der Überlegungen waren die bereits in den 60er Jahren unternommenen Anstrengungen der Städte Flensburg, Rendsburg und Schleswig, die Theaterarbeit in ihren Spielstätten zu rationalisieren, um die Kosten aufzufangen. Nach der Absichtserklärung der Landesregierung, die Zuschüsse für die Theater einzufrieren, wurden 1971 erstmals Grundsatzgedanken für das Modell eines vereinigten Landestheaters entworfen. Das führte dann im Endergebnis zu der Zusammenfasung der drei bis dahin selbständigen Theater in Flensburg, Rendsburg und Schleswig. Alle drei Städte können auf eine eigene Jahrhunderte alte Theatertradition zurückblicken.

Verteilung der Sparten
Flensburg wurde zum Sitz und Probenort des Orchesters, des Balletts und des Musiktheaters. Während Intendanz, Verwaltung und Dramaturgie sowie ein Teil des Schauspiels in Schleswig untergebracht sind, haben der Oberspielleiter mit dem anderen Teil des Schauspiels in Rendsburg ihren Sitz. Beide Städte sind zugleich Produktionsstandorte für das Schauspeil.

Theater: Ein Wirtschaftsfaktor
Heute ist das Schleswig-Holsteinische Landestheater und Sinfonieorchester ein modernes Unternehmen mit knapp 250 Beschäftigten und über 700 Vorstellungen pro Spielzeit. Mit mehr als 16 Prozent Eigeneinnahmen am Gesamtetat steht es deutschlandweit an einer Spitzenposition.
Betrieben wird es in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, an der Spitze mit dem Generalintendanten als alleinigen Geschäftsführer

Der erste Intendantenwechsel
Mit dem ersten Intendantenwechsel in der Geschichte des Landestheaters zu Beginn der Spielziet 2000/01 haben sich auch inhaltliche Gewichtungen in Spielplan und Bühnenästhetik geändert. Das zeitgenössische Schaffen - sowohl im Musiktheater wie auch im Schauspiel - gilt nicht mehr nur als Pflichtübung. Uraufführungen, Auftragswerke und Autorenstipendien mit Hilfe der Sitzstädte gehören zum festen Bestandteil der Theaterpolitik.

Erfolgreiche neue Sparten
Besonders erfolgreich waren in den ersten Jahren des neuen Generalintendanten Michael Grosse der stark ausgebaute Anteil des Kinder- und Jugendtheaters, das neu geschaffene Puppentheater und die neu formatierte Ballettcompagnie, weche sich unter ihrer Leiterin, der Choreographin Stela Korljan bereits einen großen Prublikumskreis ertanzt hat, sei es mit klassischem Programm, oder mit nicht nur beim jugendlichen Publikum begeistert aufgenommenen Chreographien zu Rockmusik.

Weitere Informationen:

Gegründet: 1974
Sitz-Orte, Einwohnerzahlen: Flensburg, 88.000; Rendsburg, 31.500; Schleswig; 27.00
Rechtsträger: Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester GmbH; mit Städten, Gemeinden und Kreisen als Mitgleider
Generalintendant und Geschäftsführer: Micheal Grosse
Beschäftigte: 323
Künstlerischer Bereich (ohne Orchester): 122
Orchester: 62
Bühnentechnik: 54
Werkstätten: 15
Verwaltung und Kasse: 27
Hauspersonal: 13
Einlassdienst: 29

Anschrift:
Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester
Generalintendanz
Lollfuß 49-53
24837 Schleswig
Tel.: 04621-9670-0
Fax: 04621-9670-83
Internet: www.sh-landestheater.de
E-Mail: kontakt(at)sh-landestheater.de

Theaterkassen:
Theaterkasse Schleswig:
Tel.: 04621-25989

Theaterkasse Flensburg:
Tel.: 0461-23388

Theaterkasse Rendsburg:
Tel.: 04331-23447

Ein Kunst- und Kulturführer ist beim Kreis erhältlich