Aktuelles
22.06.2010
Unbelastetes Badevergnügen im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Im Jahr 2009 hat der ADAC an verschiedenen Küstenabschnitten an Nord- und Ostsee eigene Beprobungen zur Badegewässerqualität veranlasst. Die Ergebnisse der Studie wurden heute der Presse vorgestellt. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde begrüßt diese Initiative, hilft sie doch mit, die Gefahr von bisher unerkannten gesundheitlichen Risiken aufzudecken. So hat der ADAC festgestellt, dass die Einleitung von zwei Gewässern, zwischen dem Eckernförder Südstrand und „Kiek Ut“, bakteriell hoch belastet war. Zwar konnte durch die Ermittlungen und Nachbeprobungen durch das Gesundheitsamt die Grenzwertüberschreitung nicht bestätigt werden, dennoch wurde aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes die Einrichtung einer Badeverbotszone im Mündungsbereich des einleitenden Gewässers veranlasst.
Auf die nächstgelegene offizielle Badestelle haben diese Einleitungen keinen Einfluss: schon seit vielen Jahren wird dem Eckernförder Südstrand eine hervorragende Badewasserqualität bescheinigt.
Um die Badegewässerqualität im Kreis Rendsburg-Eckernförde zu verbessern, wurden in den Jahren 2006-2008 im Rahmen eines Projektes an verschiedenen Badestellen im Kreisgebiet ca. 6600 Proben entnommen und in einem mobilen Feldlabor analysiert. Ziel war es, die Ursachen für die hygienischen Belastungen an den Badestellen selbst und in deren Nähe einmündenden Fließgewässern zu identifizieren und nachzuvollziehen.
Untersucht wurden die Bakterienarten Escherichia coli und interstinale Enterokokken. Chemische, physikalische, hydrologische Parameter wurden ebenso berücksichtigt, wie meteorologische Faktoren etwa Trockenheit und Niederschlag.
Mit der Unterstützung der FH-Lübeck wurde im Rahmen des etwa 900.000 EUR teuren Projektes ein Konzept zur Minimierung, bzw. Beseitigung der Verschmutzungsquellen erarbeitet und Sanierungskonzepte und Handlungsstrategien entwickelt, die sich derzeit in der Umsetzung befinden.
Der Projektbericht ist auf der Homepage des Kreises Rendsburg-Eckernförde veröffentlicht.
Das Gesundheitsamt des Kreises Rendsburg-Eckernförde beprobt alle 71 EU-Badestellen regelmäßig im Verlauf der Badesaison zwischen Mitte Mai und September. In der laufenden Saison wurde bisher keine Grenzwertüberschreitung festgestellt. Sollte dies der Fall sein, wird unverzüglich eine Nachbeprobung veranlasst. Bestätigt sich die Grenzwertüberschreitung, sprechen die zuständigen Ordnungsbehörden ein befristetes Badeverbot aus, die örtlichen Pressevertreter werden durch das Gesundheitsamt informiert. Täglich aktualisiert veröffentlicht der Kreis Rendsburg-Eckernförde auf seiner Internetseite www.kreis-rd.de (Wirtschaft, Tourismus & Verkehr/Badestellen) die Ergebnisse aller Beprobungen ggf. einschließlich entsprechender Warnungen vor Zerkarien oder Blaualgen. Diese Warnungen sind dann auch immer an den Badestellen selbst zu finden.




